Schienenerneuerung

Tram-Gleisbau ist fertig: Ab Freitag wieder normaler Autoverkehr am Weinberg

Straßenbahngleise werden erneuert am Weinberg in Kassel, Sommerferien 2021
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Engstellen verschwinden: Seit vier Wochen gibt es für Autos pro Richtung nur eine Fahrspur.

Nach vier Wochen Verkehrsbehinderungen werden die Tram-Gleisbauarbeiten rund um die Kreuzung Frankfurter und Tischbeinstraße am Wochenende abgeschlossen.

Kassel - Die KVG hat die verkehrsarme Ferienzeit genutzt, um am Weinberg auf 260 Metern Strecke die abgenutzten Schienen auszuwechseln. Alles sei problemlos und störungsfrei verlaufen, berichtete KVG-Projektleiter Achim Gerber vor Ort.

Bereits ab Freitag (13. 8. 2021) werden nach seinen Angaben die auf eine Spur reduzierten Fahrbahnverengungen aufgehoben. Dann wird man auch wieder von der Tischbeinstraße kommend zweispurig den Weinberg hinauf abbiegen und in Gegenrichtung nach links in Richtung Aue abbiegen können. Auch die Fußgängerüberwege beidseits der Haltestelle sind dann wieder benutzbar.

Ab Montagmorgen sind dann die Straßenbahnen und Regiotrams wieder wie gewohnt auf dem erneuerten Schienenstrang unterwegs. Der Ersatzverkehr, bei dem Tram-Passagiere aus Richtung Baunatal und Brückenhof am Auestadion-Vorplatz in Busse umsteigen mussten und via Fünffensterstraße und Ständeplatz bis zur Mauerstraße gebracht wurden, hat sich dann erledigt. Solche größeren Arbeiten am Gleiskörper wichtiger Kasseler Verkehrsachsen legt die KVG bewusst in Ferienzeiten. Dann sind weniger Berufspendler mit ihren Autos unterwegs, auch der Schülerverkehr lasse sich mit Ersatzbussen anstelle der viel geräumigeren Bahnen nicht so einfach abwickeln, sagte KVG-Sprecherin Heidi Hamdad.

Die über 30 Jahre alten Gleise mussten laut Projektleiter Gerber ersetzt werden, weil sich deren Abnutzung negativ auf die Laufruhe der Schienenfahrzeuge auswirke und diese auch in Mitleidenschaft ziehen könne. Auf der Gefällstrecke am Weinberg seien die Schienen durch das Abbremsen der Trams mit 40 Tonnen Leergewicht besonders beansprucht – anders als im oberen Verlauf des Strecke nahe der Trompete, wo noch kein Austausch erforderlich gewesen sei.

Durch regelmäßige Sondenmessungen überprüft die KVG den Zustand ihres Schienenmaterials. Und falls die Gleisbauer ran müssen, wird zuvor mittels Probebohrungen erkundet, ob der Unterbau noch gut für die neuen Schienen ist. Am Weinberg war das der Fall, sagte Gerber. Anders als beim Schienenaustausch in der Germaniastraße im Frühjahr, wo die Tragschicht einen Meter tief ausgebaggert werden musste, seien dem Stadtverkehr viele Lkw-Transporte mit Bauschutt erspart geblieben. (Axel Schwarz)

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