Bus und Transporter parkten meterweit voneinander entfernt

Verdächtiger festgenommen: Am Auestadion brannten zwei Fahrzeuge

Kassel. Ohne sich um Zeugen zu scheren, hat ein 28-jähriger Mann aus Kassel am helllichten Freitagvormittag zwei Kleinbusse auf dem Parkplatz neben der Eissporthalle abgefackelt.

Artikel wurde aktualisiert um 15.37 Uhr - Die Feuerwehr beziffert den Schaden auf 50.000 Euro.

Am Auestadion brannte am Freitagvormittag nicht nur, wie zunächst gemeldet, ein Transporter. Gleich zwei Fahrzeuge, die meterweit voneinander entfernt abgestellt worden waren, standen in Flammen. 

Um 10.30 Uhr hatte ein Zeuge der Leitstelle der Polizei den Brand zweier Kleinbusse gemeldet, teilt Polizeisprecher Jürgen Wolf mit. Zuvor war ein Mann dabei beobachtet worden, wie er zunächst über einen Kleinbus der Marke Ford Flüssigkeit aus einem Kanister goss und das Fahrzeug unmittelbar anzündete.

Anschließend setzte er noch einen Mercedes-Kleinbus in Brand, der einige Meter entfernt geparkt war. Beide Busse brannten lichterloh. Minutenlang stiegen dunkle Rauchwolken über der Südstadt auf, mit 16 Einsatzkräften löschte die Feuerwehr den Brand. 

Die beiden Busse werden für den Hochschulsport eingesetzt, sagte Gerhard Blömeke-Rumpf. Der Leiter des allgemeinen Hochschulsports war sofort zum Tatort geeilt, nachdem er von einem Kollegen verständigt worden war. „Ich kann das überhaupt nicht begreifen. Ich bin sprachlos“, so Blömeke-Rumpf.

Sein Kollege hatte sich bei ihm den Schlüssel für einen der Busse geholt, um dort etwas zu erledigen. Auf dem Weg zu den Fahrzeugen habe der Kollege beobachtet, wie ein Mann gezielt auf die Busse zugegangen sei, Benzin darüber gegossen und dann angezündet habe. Anschließend habe der Täter sich die brennenden Busse noch angeschaut, bevor er Richtung Frankfurter Straße gegangen sei, so Blömeke-Rumpf.

Die Polizei konnte den Mann aufgrund der Personenbeschreibungen der Zeugen kurze Zeit später festnehmen. Zunächst sei noch ein zweiter Mann festgenommen worden, so Polizeisprecher Wolf. Allerdings habe sich noch am Tatort gezeigt, dass er nichts mit den Brand zu tun gehabt habe.

Die Vernehmung des 28-Jährigen habe ergeben, dass der Mann psychisch krank ist. Er soll noch am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Gerhard Blömeke-Rumpf muss derweil klären, wie die Handballer der Universität jetzt zu den deutschen Meisterschaften nach Marburg kommen. Die dafür vorgesehenen Kleinbusse, einer gehört der Uni, der andere dem Förderverein, sind ja ausgebrannt.

Die Straße musste wegen des Vorfalls nicht gesperrt werden, zwischenzeitlich war lediglich die Zufahrt zum Parkplatz am Auestadion gesperrt.

Kurzclip: Rauchwolke über der Südstadt

Südstadt: Autos nahe des Auestadions standen in Flammen

Rubriklistenbild: © Andreas Berger

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