Baulücken sind geschlossen

Für 13,7 Millionen: 96 Sozialwohnungen in Kassel bis Sommer fertig

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Häuserzellen wurden verlängert: GWH-Geschäftsstellenleiter Christian Wedler (rechts) mit seinem Kollegen Stefan Böcking vor einem der insgesamt fünf Anbauten im Wohnpark Helleböhn.

Die Zahl der Sozialwohnungen in Kassel ist seit Jahren rückläufig: Im Wohnpark Helleböhn werden bis zum Sommer 96 Wohnungen fertig, viele Mieter warten bereits.

Seit der Jahrtausendwende hat sich ihre Zahl von über 10 000 nahezu halbiert. Weil der Bedarf aber weiter hoch ist, warten viele Mieter auf die jetzt fertig werdenden 96 Sozialwohnungen der Wohnungsbaugesellschaft GWH in Helleböhn. Die Hälfte der Wohnungen wird in diesen Tagen bereits von neuen Mietern bezogen.

Insgesamt sind im Wohnpark Helleböhn für 13,7 Millionen Euro neun Gebäude entstanden, wobei es sich bei fünf Häusern um Anbauten an bestehende Häuserzeilen handelt. Während die 42 Wohnungen in den Anbauten schon vermietet würden, liefen die Bauarbeiten an den vier freistehenden Mehrfamilienhäusern an der Eugen-Richter-Straße noch bis zum Spätsommer, erläutert der GWH-Geschäftsstellenleiter Christian Wedler.

Bauprojekt wurde vom Land gefördert

Das Bauprojekt war vom Land mit einem Zuschuss von 960 000 Euro gefördert worden. Hinzu kam ein Landesbaudarlehen in Höhe von 5,9 Millionen Euro. „Ohne diese Förderung wäre es uns nicht möglich gewesen, Sozialwohnungen mit einer Kaltmiete von 6,45 Euro pro Quadratmeter anzubieten“, sagt Wedler. 

Zudem sei die GWH bereits im Eigentum der Baugrundstücke gewesen. Wer als Bauherr in Kassel zunächst Baugrundstücke kaufen müsse, der komme aufgrund der hohen Bodenpreise um deutlich höhere Mieten nicht herum.

Interessenten müssen Wohnberechtigungsschein vorweisen

Interessenten müssen für den Bezug der barrierefreien 2- bis 5-Zimmer-Wohnungen einen Wohnberechtigungsschein vorweisen. Dafür dürfen bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden.

Bis Spätsommer fertig: Die vier Neubauten an der Eugen-Richter-Straße.

Die Wohnungen sind zwischen 55 und 90 Quadratmeter groß. Der Großteil hat nur zwei bis drei Zimmer. Aufgrund des hohen Bedarfs macht sich Wedler keine Sorgen, dass die Wohnungen länger leerstehen könnten. Bis die Außenanlagen gestaltet werden, muss zunächst die wärmere Jahreszeit abgewartet werden. 

Die GWH denkt bereits über eine weitere Bauverdichtung in Helleböhn nach. Es gebe noch zwei bis drei Grundstücke, die sich für weitere Gebäude eignen würden. „Dazu laufen aber noch Gespräche mit der Stadt Kassel“, sagt Wedler.

Wir haben auch kurz vor Baubeginn und während der Arbeiten berichtet.

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