Bund verkauft Gebäude und Grundstück an Heinrich-Schütz-Allee

Ansturm auf die alte Wetterstation: Schon mehr als 100 Kaufinteressenten

Wetterstation ist seit Jahren verwaist: Bund verkauft Immobilie an der Heinrich-Schütz-Allee an den Meistbietenden. Archivfoto: Peter Dilling
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Wetterstation ist seit Jahren verwaist: Bund verkauft Immobilie an der Heinrich-Schütz-Allee an den Meistbietenden.

Fast 30 Jahre lang war an der Heinrich-Schütz-Allee unweit des Westfriedhofs das Kasseler Wetter analysiert worden. Doch bereits seit 2005 ist die alte Wetterstation außer Betrieb und damit dem Verfall preisgegeben. Nachdem ein erster Verkaufsversuch vor einigen Jahren scheiterte, startet der Bund nun einen neuen Anlauf.

Kassel - Diesmal kann sich die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), die das Objekt im Auftrag des Bundes verkauft, über mangelnde Nachfrage nicht beschweren.

Erst seit vergangener Woche ist das Gebäude mit dem Grundstück auf dem Immobilienmarkt. „Das Telefon steht kaum still. Wir haben sehr viele Reaktionen und schon jetzt über 100 Anfragen“, sagt Jacqueline Seitz von der Bima. Noch bis Ende des Monats würden die Gebote gesammelt. Dann trete die Bima mit dem Höchstbietenden in Verkaufsverhandlungen. Im Vorfeld war der Stadt Kassel die Immobilie angeboten worden. Diese habe aber kein Interesse daran gehabt, so Seitz. Bei der Wetterstation handelt es sich um zwei zusammenhängende Grundstücke, die sich insgesamt auf 1085 Quadratmeter erstrecken. Auf der einen Fläche steht das eingeschossige und vollunterkellerte Gebäude, das 1977 gebaut wurde und stark sanierungsbedürftig ist. Wegen des undichten Flachdaches gibt es massive Feuchtigkeitsschäden, so die Bima. „Es darf aber auch abgerissen werden. Die Interessenten haben da aber ganz unterschiedliche Pläne. Wir machen da keinerlei Vorgaben“, sagt Seitz. Daneben gibt es eine 635 Quadratmeter große Wiesenfläche, auf der früher meteorologische Messgeräte des Wetterdienstes standen.

Das Areal befindet sich in einem reinen Wohngebiet. Insofern ist der Bau neuer Wohnhäuser sehr wahrscheinlich. Zulässig ist eine zweigeschossige Bebauung.

Weil sich die Wetterstation auf einem Bombenabwurfgebiet befindet und sich zudem einst in der Nähe Flakstellungen befanden, muss der Boden vor Bauarbeiten untersucht werden. (Bastian Ludwig)

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