Süsterfeld-Helleböhn

Nach Attacke auf Grundschüler: Peta fordert Führerschein für Hundehalter

Kassel. Nachdem mehrere Grundschüler am Freitag in Süsterfeld-Helleböhn von einem Dobermann-Mix angefallen und ein achtjähriger Junge durch einen Biss schwer verletzt worden ist, fordert die Tierrechtsorganisation Peta die Einführung eines sogenannten Hundeführerscheins in Hessen.

„Meist liegt das Problem nicht beim Hund, sondern am anderen Ende der Leine. Viele Halter können ihre Vierbeiner nicht richtig einschätzen. Somit ist die wahre Ursache für Beißattacken bei ihnen zu suchen – nicht beim Tier.“ Dieser schreckliche Vorfall, der für den Jungen schwer verletzt im Krankenhaus endete, zeige, wie wichtig es ist, dass Hundehalter lernen, Gefahrensituationen richtig einzuschätzen und vorzubeugen“, so Jana Hoger (Peta). Jeder Hund, der falsch gehalten oder behandelt werde, könne  zu einer Gefahr für Mensch und Tier werden – unabhängig davon, ob er einer ‚Rasse‘ angehört oder ein ‚Mischling’ ist.“ 

Der Hundeführerschein sieht vor, dass künftige Halter bereits vor Aufnahme eines Hundes einen Theoriekurs absolvieren, bei dem sie das notwendige Fachwissen über eine tiergerechte Haltung und Aspekte wie Kommunikation und Bedürfnisse von Hunden erwerben. Anschließend an den theoretischen Kurs folge für Halter und Hund ein gemeinsames obligatorisches Praxisseminar in einer Hundeschule. 

Ein solcher Nachweis könne sicherstellen, dass Hundehalter sachkundig mit ihrem Tier umgehen und die Signale ihres Vierbeiners richtig deuten. "Eine funktionierende Kommunikation zwischen Hund und Halter ist unerlässlich, um Beißvorfälle zu verhindern. Zudem vermittelt das Training Kenntnisse über die Anforderungen der Hundehaltung, die für ein tiergerechtes Leben der Hunde unerlässlich sind", so Hoger. 

Rubriklistenbild: © Florian Hagemann

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