Wann die Eröffnung ist, steht noch nicht fest

Auf 1500 Quadratmetern: Rewe baut neuen Markt mit Fleischerei und Bäckerei

Hofft auf eine kurze Bauzeit: Rewe-Markt-Betreiber Lukas Kelm will so schnell wie möglich umziehen. Wann der Neubau fertig sein wird, ist aber noch offen. Foto: Fischer

Kassel. Was lange währt, wird endlich gut: Das gilt hoffentlich auch für den neuen Rewe-Markt an der Leuschnerstraße im Kasseler Stadtteil Süsterfeld-Helleböhn.

Vor fast drei Jahren sollten die Bauarbeiten auf der Freifläche hinter dem Olof-Palme-Haus beginnen, verzögerten sich aber immer wieder. In diesen Tagen war es schließlich soweit. Die Bagger rollten an und starteten mit dem Erdaushub.

Wenn der 1500 Quadratmeter große Neubau fertiggestellt ist, zieht der Lebensmittelmarkt samt eigener Fleischerei und der fremdbetriebenen Bäckerei in den Neubau um. Das jetzige Gebäude aus dem Jahr 2004 wird dann komplett umgebaut und nimmt den gegenüber liegenden Getränkemarkt auf. Der wiederum wird später von der Drogeriemarkt-Kette Rossmann bezogen, so dass mit dem nahe gelegenen Aldi-Markt an der Ecke Leuschner-/Eugen-Richter-Straße eine zentrale Einzelhandelsfläche für den Stadtteil entsteht.

Wann genau der neue Rewe-Markt eröffnet werden kann, ist noch unklar. Die Betreiber, Radmila und Lukas Kelm, hoffen, noch vor Weihnachten umziehen zu können. Das aber wollte Karl Schuch, der Schwiegervater des Kirchheimer Architekten und Investors Bernd Stiebing, auf Anfrage der HNA nicht versprechen.

„Bei derartigen Projekten kommt es häufig zu Unwägbarkeiten. Da können wir uns nicht festlegen“, sagte er auf Anfrage. Stiebing selbst war aktuell nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Er hat bereits zahlreiche Rewe-, Rossmann- und Aldi-Märkte in der Region gebaut.

Die Planung für den Rewe-Markt. Um alles zu sehen, bitte das Bild in der rechten oberen Ecke vergrößern.

Der jetzige Rewe-Markt ist mit seinen 800 Quadrametern Fläche im Laufe der Jahre zu klein geworden. Im neuen, nahezu doppelt so großen Gebäude soll das Sortiment deutlich ausgeweitet werden. Der Markt wird um eine Käse- sowie eine Fischtheke erweitert, die Bäckerei bekommt ein attraktives Café. Außerdem sollen der Obst- und Gemüsebereich vergrößert und Flächen für Verköstigungen und andere Werbe-Aktionen entstehen.

Der nach dem neuesten Rewe-Konzept geplante Markt soll aber auch energetisch Maßstäbe setzen. Die Kühlregale werden voll verglast und eine moderne Wärmerückgewinnung machte eine Heizung überflüssig. Statt drei gibt es künftig vier Kassen, und die Zahl der Leergut-Automaten erhöht sich um einen auf künftig drei.

Mit dem Neubau entstehen auch neue Jobs. Derzeit arbeiten 33 Voll- und Teilzeitkräfte sowie 15 geringfügig Beschäftigte im Lebensmittel- und Getränkemarkt. Lukas Kelm geht davon aus, dass bis zu 30 neue Teilzeitstellen entstehen.

Rewe ist mit 10.000 Inlandsmärkten der bundesweit zweitgrößte Lebensmitteleinzelhändler hinter Edeka. Zum Konzern gehören unter anderem auch der Discounter Penny, die Baumarktkette Toom, sowie eine Reihe von Reiseveranstaltern, darunter Jahn und Travelix. 2015 setzte die Rewe-Gruppe mit 326 500 Mitarbeitern (davon 228 000 im Inland) 52,4 Milliarden Euro um.

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