GWH entscheidet über Entwürfe für Wohnbauprojekt

Jordan-Areal in Kassel nimmt Formen an: Über 200 Wohnungen geplant

So sehen die ersten Entwürfe aus: Im westlichen Bereich zwischen Eugen-Richter-Straße und Glockenbruchweg ist eine solche Bebauung geplant.
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So sehen die ersten Entwürfe aus: Im westlichen Bereich zwischen Eugen-Richter-Straße und Glockenbruchweg ist eine solche Bebauung geplant.

Die Wohnungsbaupläne für das frühere Firmenareal des Kasseler Unternehmens Jordan in Süsterfeld-Helleböhn nehmen immer stärker Gestalt an. 2023 könnte mit dem Bau begonnen werden.

Kassel - Die Wohnungsbaugesellschaft GWH, die das Grundstück gekauft hatte, hat dafür ein zweistufiges Workshopverfahren gestartet, an dem fünf Architekturbüros beteiligt wurden. Nun wurden die Entwürfe für den Hochbau von der GWH ausgewählt. Wenn alles nach Plan läuft, soll im Herbst das Bebauungsplanverfahren gestartet werden.

Geplant sind auf dem 25 000 Quadratmeter großen Areal mehr als 200 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Nachdem die GWH sich bereits in einer ersten Phase im vergangenen Dezember für die städtebaulichen Entwürfe der Architekturbüros Foundation 5+ (Kassel) und Thomas Schüler Architekten (Düsseldorf) entschieden hatte, wurden nun in einem zweiten Schritt die Entwürfe für den Hochbau ausgewählt. Dabei kamen abermals Foundation 5+ Architekten und Thomas Schüler Architekten sowie das Kasseler Büro Schulze Schulze Berger zum Zug.

Die GWH hat für die Erstellung der Planungen das Quartier in drei Teile unterteilt. Der westliche Bereich zwischen Eugen-Richter-Straße und Glockenbruchweg wird von Foundation 5+ und Schüler Architekten geplant. Dieses deutlich größere Areal ist nochmals in zwei Teilbereiche unterteilt worden.

Für den östlichen Bereich des Areals zwischen Glockenbruchweg und Rennsteig erstellen Schulze Schulze Berger die Entwürfe. Hier ist eine geringere Dichte bei der Bebauung vorgesehen und eine kleinteiligere Struktur.

„In einer Ortsbeiratssitzung sollen nun die neuen Entwürfe vorgestellt werden“, sagt Christian Wedler, Geschäftsführer der GWH Bauprojekte. Nachdem die Anregungen aus der Bevölkerung eingeflossen seien, würden die Pläne abermals angepasst. „Wir wollen die Anwohner mitnehmen“, verspricht Wedler.

Mit den überarbeiteten Entwürfen solle anschließend in das Bebauungsplanverfahren eingestiegen werden. „Wir gehen mit dem Stadtbauamt ins Gespräch über die Fassadengestaltung und Ähnliches“, sagt Wedler. Wenn alles reibungslos laufe, erwarte man im nächsten Jahr das Baurecht. „Dann könnten wir Anfang 2023 mit den Bauarbeiten starten“, sagt Wedler.

Entgegen der ursprünglichen Ankündigung sollen die alten Jordan--Hallen aber vorerst nicht abgerissen werden. Es gebe zahlreiche Anfragen von Interessenten, diese zwischenzeitlich nutzen zu wollen. „Wir haben noch Zeit bis zum Baubeginn und werden sie deshalb zeitweise vermieten“, sagt Wedler. Es mache noch keinen Sinn, den Abriss schon zu beginnen. Ein Teil der Jordan-Gebäude hatte der Bodenbelagsgroßhändler Jordan nicht an die GWH verkauft, weil er sie noch benötigt. Diese bleiben stehen. (Bastian Ludwig)

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