Anlieger liefern Ideen

Jordan-Hallen bald Geschichte: GWH baut in Kassel bis zu 250 Wohnungen

Etliche der Hallen werden für Wohnhäuser weichen: Das Jordan-Areal erstreckt sich von der Eugen-Richter-Straße (oben im Bild) über den Glockenbruchweg (unten im Bild) bis zur Bahntrasse.
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Etliche der Hallen werden für Wohnhäuser weichen: Das Jordan-Areal erstreckt sich von der Eugen-Richter-Straße (oben im Bild) über den Glockenbruchweg (unten im Bild) bis zur Bahntrasse.

Noch vor dem Jahreswechsel sollen die Abrissbagger anrücken, um bis zum Frühjahr 2021 den Großteil der alten Jordan-Hallen in Süsterfeld-Helleböhn abzureißen.

Auf dem Gelände entsteht Platz für die Pläne der Wohnungsbaugesellschaft GWH, die 25 000 Quadratmeter des Firmenareals vom Bodenbelags-Großhändler Jordan gekauft hat. Die GWH will auf dem weitläufigen Grundstück zwischen Eugen-Richter-Straße und der Bahntrasse ungefähr 200 bis 250 Wohnungen errichten. Bevor der Abriss startet, lädt die GWH Anwohner für den 23. Oktober ab 16 Uhr zu einer Zukunftswerkstatt in die Hallen ein (Eugen-Richter-Straße 105).

„Bei der Gelegenheit wollen wir gemeinsam mit Anliegern, Stadtplanern und Architekten Ideen und Wünsche für die Gestaltung, aber auch Ängste diskutieren“, sagt Christian Wedler, Geschäftsführer der GWH Bauprojekte. Bislang gebe es nur ein Grobkonzept für das Areal.

Diese Halle wird abgerissen: Christian Wedler von der GWH-Bauprojekte erläutert die Pläne.

„Auf jeden Fall wird hier bezahlbarer Geschosswohnungsbau entstehen“, sagt Wedler. Welchen Anteil an Sozialwohnungen es geben werde, sei aber noch unklar. Klar ist hingegen bereits, welche Gebäude für die Wohnbebauung weichen werden. Dies betrifft die großen Hallenflächen an der Eugen-Richter-Straße und zwei weitere Hallen, die jenseits des Glockenbruchwegs liegen. Ebenfalls bebaut werden die großen Freiflächen. Erhalten bleiben ein schmales Verwaltungsgebäude an der Eugen-Richter-Straße, das Jordan an eine andere Firma vermietet hat, sowie zwei weitere Gebäude am Glockenbruchweg, die ebenfalls weiter im Eigentum von Jordan geblieben seien, so Wedler. Die zur Verfügung stehende Fläche reiche aber aus, um ein attraktives Wohnviertel zu entwickeln. Dessen Erschließung werde über die Eugen-Richter-Straße und den Glockenbruchweg erfolgen. Wenn der Planungsprozess reibungslos verlaufe, könnten die Bauarbeiten im Sommer 2022 starten, sagt Wedler.

Wie groß die Investition ist, dazu hielt er sich noch bedeckt. „Das lässt sich noch nicht seriös abschätzen.“ Zudem sei auch noch nicht geklärt, ob das wegen Einsturzgefahr geschlossene Olof-Palme-Haus an der Eugen-Richter-Straße in das Projekt einbezogen werde. Noch sei das ehemalige Stadtteilzentrum im Eigentum der Stadt. Eine Idee sei es, das Zentrum an anderer Stelle neu zu bauen. (Bastian Ludwig)

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