Neue Geschwindigkeitsbegrenzung

Mehr Sicherheit auf Leuschnerstraße: Vor dem Aldi gilt jetzt Tempo 30

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Zu den Einkaufszeiten: Zwischen Magazinhof und der Eugen-Richter-Straße dürfen Autofahrer jetzt nur noch 30 fahren. Die Stadt will so die Verkehrssituation entschärfen.  

Süsterfeld-Helleböhn. Seit einigen Tagen gilt auf der Leuschnerstraße zwischen Magazinhof und Eugen-Richter-Straße Tempo 30. Grund sind die anliegenden Einkaufsmärkte.

Im Bereich der Einkaufsmärkte kommt es immer wieder zu gefährlichen Verkehrssituationen. Die Straße hat sich an dieser Stelle zwischen Glöcknerpfad und Eugen-Richter-Straße zu einem Nadelöhr entwickelt. Der Ortsbeirat hatte sich dafür ausgesprochen, die Verkehrssituation zu entspannen, indem für Autos, die in Richtung Niederzwehren fahren, eine Linksabbiegerspur zum Aldi-Parkplatz eingerichtet wird. Doch das ist laut Straßenverkehrs- und Tiefbauamt nur dann möglich, wenn eine akute Gefahrenlage besteht. Obwohl dort ein Schild auf die Gefahr hinweist, habe es in den letzten Jahren bis zu acht Unfälle auf dem kurzen Stück der Leuschnerstraße gegeben, heißt es bei der Stadt Kassel.

„Bei vielen in Erinnerung geblieben ist ein tödlicher Unfall vor zehn Jahren“, sagt Ortsvorsteher Helmut Alex. „Das soll nicht wieder passieren.“ Um die Problematik zu entschärfen wurde jetzt laut Stadt Kassel die Tempo-30-Regelung eingerichtet. So soll die Verkehrssicherheit erhöht werden.

Tempo 30 gilt auf der Leuschnerstraße im Abschnitt zwischen Einmündung Eugen-Richter-Straße und dem westlichen Beginn der Eisenbahnbrücke am ehemaligen Magazinhof in beiden Richtungen. Sie ist zeitlich begrenzt auf Montag bis Samstag von 8 bis 21 Uhr während der Öffnungszeiten der Einkaufsmärkte im dortigen Bereich.

Tempo 30 gilt auf der Leuschnerstraße im Abschnitt zwischen Einmündung Eugen-Richter-Straße und dem westlichen Beginn der Eisenbahnbrücke am ehemaligen Magazinhof in beiden Richtungen.

Bei ein Ortstermin mit dem Ortsbeirat im Dezember zeigten sich zwei Probleme: Gefährliche Situationen entstehen, weil eine hohe Zahl von Linksabbiegern von der Leuschnerstraße in die Grundstücke einbiegt. Außerdem ist es für Fußgänger problematisch, die Leuschnerstraße im Bereich Glöcknerpfad zu überqueren.

„Wir wollten eigentlich einen Abbiegespur“, sagt Ortsvorsteher Helmut Alex. Aber beim Ortstermin sei auch klar geworden, dass das nicht so einfach umzusetzen sei. Man müsse auch abwarten, wie das Areal rund um den Magazinhof entwickelt werde.

Helmut Alex

„Die Straßenverkehrsbehörde hat verschiedene Lösungsoptionen abgewogen“, sagt Stadtsprecher Ingo Happel-Emrich. Wünschenswert wäre es, die Straße grundsätzlich zu überplanen. Allerdings sei dies kurzfristig nicht möglich. Die Tempo-30-Regelung solle daher bis zur Umplanung des Bereichs bestehen bleiben.

Der Ortsbeirat hatte unter anderem einen Zebrastreifen vorgeschlagen. Doch das Verkehrsaufkommen auf der Leuschnerstraße mit 1500 Autos pro Stunde ist dafür zu hoch. Für einen Überweg mit Ampelanlage seien es allerdings zu wenig Fußgänger.

Zudem gebe es an der Leuschnerstraße viele Kreuzungen und Ausfahrten, sodass ein Zebrastreifen auch deshalb nicht realisiert werden könne.

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