Polizist wurde verletzt

Zwei Brüder gegen die Polizei: 41-Jähriger verletzt Beamten

Süsterfeld-Helleböhn. Ein 41-jähriger Mann aus Kassel hat in der Nacht zum Dienstag eine Streife des Polizeireviers Süd-West angegriffen und einen der Beamten verletzt.

Ein 34-jähriger Polizeioberkommissar erlitt Prellungen und mehrere Kratz- und Schürfwunden im Gesicht sowie an den Händen. Er konnte seinen Dienst aber fortsetzen.

Der 41-Jährige muss sich nun wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung verantworten, teilt Polizeisprecher Matthias Mänz mit. Der Bruder des Festgenommenen hatte zudem versucht, die Beamten an der Festnahme des 41-Jährigen zu hindern. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen versuchter Gefangenenbefreiung eingeleitet.

Ein Randalierer hatte den Polizeieinsatz verursacht. Eine aufgebrachte und stark verängstigte Frau hatte die Polizei gegen 4.40 Uhr nach Helleböhn gerufen, da ihr Ex-Freund vor ihrer Haustür randaliere. Da der Randalierer kurz darauf die Flucht ergriffen hatte, machten sich mehrere Streife auf die Suche nach dem offenbar aggressiven Mann.

Dabei traf die Streife in einer Nachbarstraße auf den 41-Jährigen. Um zu klären, ob es sich bei ihm um den gesuchten Randalierer handelt, wollten die Beamten seine Identität feststellen. Der 41-Jährige habe jedoch zunächst die Flucht ergriffen, bevor er schließlich vor einem Mehrfamilienhaus stehen blieb und sich dabei sofort äußerst aggressiv verhalten habe. Bei der Feststellung seiner Identität habe er die Beamten unvermittelt angegriffen. Er habe einen Polizisten geschlagen und getreten, so Mänz.

Auch gegen seine daraufhin folgende Festnahme, bei der er leicht verletzt wurde, leistete er erheblichen Widerstand. Währenddessen sei sein 38-jähriger Bruder aus dem Mehrfamilienhaus hinzugekommen und habe versucht, die Beamten aktiv an der Festnahme zu hindern.

Erst später habe sich herausgestellt, dass es sich bei dem 41-Jährigen nicht um den gesuchten Randalierer gehandelt habe. Diesen hatte eine andere Streife einige Minuten später ebenfalls in der Nähe festgenommen.

Funkstreifen des Reviers Süd-West brachten die beiden Brüder anschließend auf die Dienststelle. Später kamen sie wieder auf freien Fuß. (use)

Rubriklistenbild: © Armin Weigel/dpa

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