RTL-Show sucht in Kassel

Supertalent-Casting im Hotel Reiss: Alle wollen zu Bohlen

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Von zu Hause auf die große Bühne: Thuli Mthembu singt aus vollem Herzen. Tochter Mimip Mthembu und Van Dung Pham (Mitte) sind schon jetzt von ihrem Gesangstalent überzeugt und unterstützen sie.

Kassel. Kommt das nächste Supertalent aus Kassel? Chefjuror und Fallbeil Dieter Bohlen hat seine Scouts losgeschickt. „Bringt mir Talente. Am besten Supertalente!“

Es ist die bisher größte „Supertalent“-Castingtour in 40 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gestern machte RTL in Kassel halt und lud zum offenen Casting ins Hotel Reiss ein.

Andreas und André Donolting aus Staufenberg bleiben realistisch und wollen ihr Können einfach einem breiteren Publikum bekannt machen. Gespannt warten sie auf ihren Auftritt und spielen französische Chansons, Eigenkompositionen und Jazz auf dem Akkordeon. Andreas erlernte das Akkordeonspiel durch seinen Vater - in der Familie Donolting Tradition. Seit vier Generationen wird es von Vater zu Sohn weitergegeben. Die beiden blicken auf Auftritte in der ganzen Welt zurück.

Während sie warten, steht die Afrikanerin Thuli Mthembu schon vor der dreiköpfigen Jury im Keller des Hotels. Sie trägt ein langes Kleid, das bis zum Boden reicht, und eine weiße Jacke. Die 35-Jährige beginnt zu singen. Ihr Temperament nimmt den Raum ein. Auf einer Bühne hat sie bisher nicht gesungen, es ist ihr erster Auftritt. Im Anschluss zieht sie ihre Schuhe aus, tanzt, wirft ihre Jacke weg. Das aber nur als Gag, denn ihr Talent ist das Singen. Ob sie nervös sei? Nein, das ist sie nicht. Nach dem Auftritt sagt sie: „Es hat Spaß gemacht und war wie zu Hause.“ Ihre Tochter Mimip und Begleiter Van Dung Pham sind als Unterstützung mitgekommen. In der Zwischenzeit finden sich auch andere Kandidaten ein, holen sich ihre Nummer ab und warten.

Vater und Sohn beim Casting für die Show „Das Supertalent“: Andreas und André spielen in der vierten Generation Akkordeon und haben es autodidaktisch gelernt.

Yesim Cetin (16) aus Kassel ist mit ihrer Schwester Dilara und ihrer Freundin Sophia angerückt. Sie hat zwei Lieder vorbereitet. Doch welches sie vorsingen möchte, entscheidet die Schülerin der Berufshauptschule spontan. Sie sagt: „Ich bin ein bisschen aufgeregt, aber ich freue mich schon.“ Mittlerweile sind die beiden Akkordeonspieler Andreas und André dran. Einmal tief durchatmen und sie steigen die Stufen hinab zur Jury und spielen Akkordeon. „Wir machen mit, weil meine Schwester der Meinung war, dass wir unbedingt hierher müssen. Das Akkordeonspiel ist relativ ausgestorben“, sagt Andreas. Sein Sohn fügt hinzu: „Wir sind auf dem Akkordeon nicht festgefahren.“

Wer am Ende weiterkommt: Das wird erst nach allen 40 Castings im Sommer bekannt gegeben. Die Gewinner der Castingshow erwartet am Ende ein Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro und ein Auftritt in Las Vegas. Egal ob Hund, Katze oder Künstler - jeder konnte sich und sein Talent gestern beim Casting in Kassel präsentieren.

Und vielleicht war das neue „Supertalent“ 2015 sogar schon unter ihnen. Es bleibt spannend.

"Das Supertalent" 2012 kam aus Kassel

Im Jahr 2012 wurde der Kasseler Sänger Jean-Michel Aweh "Das Supertalent" und gewann ein Preisgeld von 100.000 Euro - weiterer Erfolg blieb aber aus. Michael Holderbusch aus Baunatal wurde 2010 Zweiter.

Die Fernsehshow "Das Supertalent" geht in die neunte Staffel. Seit dem 18. April werden die neuen Talente in 40 Städten gesucht. Gestern waren die Veranstalter im Kasseler Hotel Reiss. Zahlreiche Kandidaten waren gekommen, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Dieter Bohlen und Bruce Darnell werden wie auch in den vergangenen Jahren in der Jury sitzen. Die Quoten der Fernsehshow sind seit Jahren rückläufig. Auf Facebook folgen der Sendung 856.502 Personen mit einem "Gefällt mir".

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