UNIKIMS: Weiterbildung im Projektmanagement

Lob der Praktiker für die Weiterbildung im Projektmanagement: Der systematische Umgang mit dem Unbekannten

Robert Schäfer, Diplom Ingenieur in der Pharmaindustrie, arbeitet schon immer in Projekten: „Aber das Wissen, was ein Projekt ist, wird einem im Studium und auch später in der Berufspraxis nicht so analytisch vermittelt wie an der UNIKIMS, der Management School der Universität Kassel. Die Herangehensweise in der Praxis ist meist ein Learning by doing. In der Qualifizierung im Projektmanagement an der UNIKIMS wurden mir die Augen geöffnet“, sagt der Absolvent des Weiterbildungsseminars. Dessen wissenschaftlicher Leiter ist Thomas Gutfeld.

Projektmanagement anzuwenden bedeutet für ihn, systematisch in einer unbekannten Situation vorgehen zu können. Jedes Projekt sei ein Unikat. Wiederholbar sei aber die Beantwortung der Frage nach dem richtigen Vorgehen im Vergleich mit früheren, ähnlichen Situationen. Diese Kompetenz soll die Weiterbildung vermitteln, und das gelingt im Urteil der Teilnehmer der UNIKIMS mit ihrem Angebot.

Thomas Gutfeld

Informationsveranstaltung für den nächsten Durchgang am 24.11.2016 um 16.00 Uhr. Anmeldung und weitere Informationen unter: https://unikims.de/de/managementprogramme-seminare/projektmanagement

„Rückblickend habe ich schon als Berufseinsteigerin im Projektmanagement gearbeitet“ sagt Monique Apel, eine erfolgreiche Managerin, die ursprünglich aus der Logistikbranche kommt, und die Weiterbildung im Projektmanagement an der UNIKIMS absolviert hat: „Projektmanagement gab es zur Zeit meines Berufseinstiegs noch nicht nach dem heutigen Verständnis von Projekten. Die Weiterbildung an der UNIKIMS hat auf universitärem Niveau meine Methodenkompetenz deutlich gestärkt und mir größere Sicherheit im Umgang mit Fachbegriffen vermittelt.“ Die Entscheidung für die UNIKIMS war für Monique Apel die richtige: Die inhaltliche Orientierung des Seminars an einem universitären Abschluss fordere zum freien Denken heraus und der Austausch mit den anderen Seminarteilnehmern aus unterschiedlichen Branchen sei eine Bereicherung.

„Früher wurden die Aufgaben einfach draufgesattelt“

Monique Apel stammt aus einer Unternehmerfamilie. Nach dem Abitur lernte sie den Beruf der Speditionskauffrau und arbeitete bei einem internationalen Transportlogistiker. Zu den Projekten, die sie neben ihren regulären Aufgaben bewältigte, gehörten zum Beispiel die Einführung eines neuen IT-Systems, der Umbau eines Bürogebäudes und die Einführung der LKW-Maut.

„Das Projektmanagement bringt einen qualitativen Schub“

„Wichtig“, schildert Monique Apel eine Erkenntnis, die nach eigenen Worten im Seminar gereift ist, sei die „Akzeptanz“ des Projektes in einem Unternehmen: „Früher sind diese Projekte mitgelaufen. Ihr Management wurde nicht als eigenständige Leistung und Aufgabe angesehen. Die Projekte liefen nebenher oder wurden obendrauf gesetzt, und es war schwer, Leute aus einer anderen Abteilung einzubinden. Heute wird im Idealfall nicht mehr abteilungsbezogen gedacht, sondern das Projekt wird als eigene und abteilungsübergreifende Aufgabe behandelt, und es zu managen ist ein eigener Beruf.“ Die neue, umfassende Betrachtung der Aufgabe bringe den Unternehmen und der Arbeit in ihnen einen „qualitativen Schub“, sagt die Managerin.

„Antreiben, statt getrieben sein“

Auch Michael Petzi, Diplom Ingenieur in der Pharmaindustrie, urteilt: „Wer Projekte professionell managen möchte, ist hier gut aufgehoben. Nach einem halben Jahr mit sechs Präsenzwochenenden und einer umfangreichen Transferarbeit der neu erlernten Methoden auf das eigene Industrieprojekt, werde er „Projekte vielleicht nicht schneller und kostengünstiger abwickeln“, sagt der Diplom Ingenieur, „aber ich werde mit weniger Stress und weniger Chaos gemeinsam mit allen Beteiligten besser ans Ziel kommen und dabei nicht mehr getrieben, sondern antreiben“.

Für große Projekte reichen die alten Methoden nicht aus

Weil sich der Markt für die Heilung bringenden Medikamente rasch vergrößert, wachsen die von Petzi betreuten Investitionsprojekte in früher ungeahnte Dimensionen. Ingenieurtechnisch mag dies rein fachlich alles zu bewältigen sein, „aber im Projektmanagement reichen die Werkzeuge, mit denen wir die kleinen Projekte gestemmt haben, nicht mehr für die großen Projekte aus“, sagt Petzi: „Methodisch habe ich bisher recht wenig gebraucht. Ohne zusätzliche Werkzeuge, die zu diesem neuen Umfang passen, verzettelt man sich schnell in fachlichen Detail.“ Wer aber zu sehr am Detail arbeite, verliere das Übergeordnete aus den Augen. Dann wachse die Unsicherheit. Der Blick in den Terminplan helfe in dieser Lage auch nicht immer weiter. Denn der werde womöglich von einem Fachfremden geführt, einem Controller oder IT-Spezialisten, der vom Metier des Ingenieurs keine Ahnung habe.

Neue Softwaretools und eine Datenbank

Petzi hat aus seinen Erfahrungen in der Praxis schon gelernt. Er verwendet zum Beispiel neue Softwaretools. Anstatt die Daten auf einem „Projektlaufwerk“ mit begrenztem Zugriff der Projektbeteiligten abzuspeichern, werden die Informationen in einer zentralen Datenbank hinterlegt, auf die auch Lieferanten und Subunternehmer von extern zugreifen können, damit gar nicht erst eine E-Mail-Flut zum Tsunami anschwillt, in der sich die aktuellsten Versionen überholen und alles am Ende auseinanderdriftet.

Gut gefällt Petzi am Kasseler Weiterbildungsseminar im Projektmanagement der dort vermittelte Überblick, „was die anderen machen“. Am meisten habe er „von den Freunden aus der Logistik“ gelernt, denn die „müssen mehr aufs Geld achten“.

„Meine ganze Herangehensweise wird sich ändern“

Robert Schäfer hatte am KIT, dem Karlsruher Institut für Technologie, ein Zwei-Tage-Seminar für Projektmanagement besucht. „Das war einwandfrei. Es ging um Gruppendynamik, Brainstorming und Präsentationstechnik“, sagt Schäfer, aber nach der wissenschaftlich fundierten Auseinandersetzung mit dem Projektmanagement an der UNIKIMS „wird sich meine ganze Herangehensweise ändern“. Er werde künftig anders, vor allem besser planen. Er werde seine Planung nach außen tragen, und alle mit einbinden. Nach einem halben Jahr an der Universität Kassel weiß Schäfer: „Was hier herauskommt, ist immer von Vorteil. Ich werde meine Zusatzqualifikation nach außen hin verkaufen, und die Leute werden anders auf mich zukommen. Wenn ich die Seite wechsele vom Ingenieurdienstleister für die Industrie hinein in die Pharmaindustrie, werde ich zudem einen anderen Blick auf die Kosten haben.“

„Transferprojekt aus der Theorie in die Praxis ist ein Brocken“

Die 20 Stunden Seminararbeit an jedem Präsenzwochenende seien durchaus „fordernd“, sagt Schäfer, „aber es ist machbar“. Dagegen räumt er ein: „Das ingenieurwissenschaftliche Transferprojekt von 60 Seiten ist schon ein Brocken. Den hatte ich so nicht auf der Rechnung. Doch am Ende wächst alles zusammen: Das neue Wissen aus dem Qualifikationsseminar und das Transferprojekt.“

Die Studierenden wünschten sich das Qualifikationsangebot

Das Qualifizierungsangebot im Projektmanagement entstand auf ausdrücklichen und vielfachen Wunsch von Studierenden des Masterstudiengangs Industrielles Produktionsmanagement an der UNIKIMS. Die Teilnehmer, die alle schon in einem Beruf arbeiten, verlangten danach, noch mehr Methoden des Projektmanagements kennenzulernen und diese in einem geschützten Raum auszuprobieren, „wo auch etwas schiefgehen darf“, sagt Gutfeld als wissenschaftlicher Leiter. Ihre Motivation resultiere aus der Erfahrung: „Es muss bessergehen als bisher“, und die Teilnehmer staunten, wie viele Methoden des Projektmanagements es tatsächlich gibt und wie hilfreich es ist, diese auch anzuwenden. Ingenieur, Landwirt und Sozialarbeiter: Alle managen Projekte Den ersten Lehrgang, der im ersten Halbjahr 2016 über sechs Wochenenden einschließlich der Abschlussprüfung angeboten wurde, absolvierten zehn Teilnehmer, darunter Ingenieure und IT-Fachleute, Logistiker, eine Studentin der Ökologischen Agrarwissenschaft, eine Sozialarbeiterin, aber auch eine promovierte Biologin. Ein Hochschulabschluss ist keine zwingende Voraussetzung für die Teilnahme an der Qualifizierung, wohl aber berufliche Praxis. Die Teilnehmer erhalten Credit-Points, die sie in einem Studium anrechnen lassen können. Der Lehrgang, der wegen des großen Erfolgs im ersten Halbjahr 2017 ein weiteres Mal angeboten werden wird, könnte auch zu einem eigenen Studiengang ausgebaut werden. Die 100 Stunden Präsenz und die begleitende Hausarbeit über ein Thema aus dem eigenen Arbeitsfeld sind nach Gutfelds Worten „richtig viel im Vergleich zu den Kursen anderer Anbieter“. Zertifizierung zum Junior oder Senior Projektmanager Gutfeld selbst ist zertifizierter Projektmanager nach den Standards der IPMA (International Project Management Association) sowie der IAPM (International Association of Project Managers). Die Absolventen des Lehrgangs können sich nach den Regeln dieser Vereinigungen als Junior oder Senior Projektmanager qualifizieren und zertifizieren lassen.

Der nächste Lehrgang beginnt im Januar 2017 und kostet € 2.500. Die Seminare finden freitags von 14.00 bis 18.00 Uhr und samstags und sonntags von 9.00 bis 17.00 Uhr statt.

Informationsveranstaltung für den nächsten Durchgang am 24.11.2016 um 16.00 Uhr.

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