Polizeipräsidium Nordhessen stellt Unfallstatistik 2017 vor 

Täglich neun Unfallfluchten in Stadt und Kreis Kassel

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Frontaler Zusammenstoß: Im November waren zwei Autofahrer auf der Fuldatalstraße frontal ineinandergefahren. In der Folge landete eines der Autos auf dem Dach.

Kassel. Das Polizeipräsidium Nordhessen hat die Verkehrsunfallstatistik für 2017 veröffentlicht. Wir haben uns die Zahlen für Stadt und Kreis Kassel angeschaut.

Gesamtzahl der Unfälle

In Stadt und Kreis Kassel gab es 2017 im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Unfälle. Während in der Stadt 5532 Unfälle (plus 1,6 Prozent) gezählt wurden, waren es im Kreis 4045 (plus 9,5 Prozent) Zusammenstöße. Rechnerisch kracht es damit in der Stadt Kassel 15 Mal pro Tag – wobei dies nur die polizeilich gemeldeten Unfälle sind.

In der Stadt wurden bei 785 Unfällen Menschen verletzt (minus 6,3 Prozent), im Kreis gab es eine Zunahme von Unfällen mit Verletzten auf 561 (plus 3,7 Prozent).

Unfallursachen

Hauptunfallursache in Kassel war ein zu geringer Abstand, gefolgt von Missachtung der Vorfahrt. Im Landkreis war in den meisten Fällen zu schnelles Fahren die Ursache für Unfälle. Auf dem zweiten und dritten Platz folgten Missachtung der Vorfahrt und ein zu geringer Abstand.

Unfallfluchten

Immer mehr Menschen machen sich nach Unfällen aus dem Staub. Die Zahl der Fluchten ist in der Stadt von 1965 auf 2112 Fälle gestiegen. Im Kreis gab es einen Anstieg von 942 auf 1080 Fälle. Damit gibt es in Stadt und Kreis rechnerisch neun Unfallfluchten pro Tag. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Sachschäden. Es gab in Stadt und Kreis insgesamt aber auch 129 Verletzte (17 Schwerverletzte), um die sich die Verursacher nicht kümmerten.

Alkohol/ Drogen

Unfälle in Folge von Alkohol- und Drogenkonsum sind in Stadt und Kreis Kassel rückläufig. In der Stadt Kassel wurden 121 Fälle (Vorjahr: 141) gezählt, im Kreis waren es 90 (Vorjahr: 114).

Unfälle mit Fußgängern

Bei den Unfällen mit Fußgängern ergibt sich ein gemischtes Bild: In der Stadt gab es einen Rückgang auf 167 Fälle (Vorjahr: 173). Dafür waren darunter mit 51 Personen deutlich mehr Schwerverletzte (Vorjahr: 29). Dafür gab es keine Todesopfer (Vorjahr: 2).

Im Kreis Kassel nahm die Zahl der Unfälle mit Fußgängern von 45 auf 52 zu. Darunter waren vergangenes Jahr elf Schwerverletzte. Todesopfer gab es auch hier nicht.

Unfälle mit Radfahrern

Radfahrer waren zuletzt seltener in Unfälle verwickelt. In der Stadt waren sie 176 Mal beteiligt (Vorjahr 215), im Kreis 51 Mal (Vorjahr: 66). Auch unter den Radfahrern gab es keine Todesopfer. Auffällig ist, dass in Stadt und Kreis deutlich mehr Männer auf dem Rad in Unfälle geraten beziehungsweise diese verursachen.

Unfälle mit Kindern

In der Stadt Kassel waren 73 Kinder in Unfälle verwickelt (Vorjahr: 71). Im Kreis waren es 43 Kinder (Vorjahr: 37). Gezählt werden Unfälle, bei denen Kinder als passive Verkehrsteilnehmer (zum Beispiel im Kindersitz) zu Opfern werden sowie solche, an denen sie aktiv beteiligt sind.

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