Land will VGH-Gebäude bis 2020 sanieren

Tapetenmuseum soll am Grimm-Platz entstehen

kassel. Der Weinberg ist aus dem Rennen: Das Tapetenmuseum des Landes soll im Gebäude des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) am Brüder-Grimm-Platz entstehen. Dies sagte Kunstministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) am Freitag in einem Redaktionsgespräch.

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Der VGH könne in das leer stehende ehemalige Finanzamt Goethestraße ziehen, das dafür umgebaut wird. Das Tapetenmuseum wird nach diesen Plänen aber frühestens 2019/20 fertig sein. Laut Kühne-Hörmann sind die Pläne mit dem hessischen Justiz- und dem Finanzminister sowie mit dem Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege, Prof. Gerd Weiß, abgestimmt. Die endgültige Entscheidung liege bei Justiziminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) und dem Präsidenten des VGH, Dr. Karl-Heinz Rothaug. „Der VGH muss jetzt Farbe bekennen“, sagte Kühne-Hörmann. „Ich habe die große Hoffnung, dass wir das jetzt hinbekommen.“ Rothaug war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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Das VGH-Gebäude nebender historischen Torwache, in der die Grimms zeitweise lebten, sei ein idealer Standort. Der Brüder-Grimm-Platz werde durch das Museum aufgewertet. Das Gelände biete auch Platz für einen Anbau, in dem die großflächigen Panoramatapeten gezeigt werden könnten, sagte die Ministerin. Für Instandsetzung und Umbau des stark sanierungsbedürftigen VGH-Gebäudes stelle das Land genügend Geld bereit. Zahlen nannte Kühne-Hörmann aber nicht. Wegen der unerwartet hohen Sanierungskosten für den Altbau aus den 1950er-Jahren hatte sich das Justizminisierium von seinen Plänen verabschiedet, am Brüder-Grimm-Platz ein Justizzentrum zu schaffen.

Nach den Vorstellungen Kühne-Hörmanns soll der VGH den Sitzungssaal in der Torwache, der Grimm-Stätte werden soll, schon früher räumen. Die Richter könnten in angemieteten Räumen etwa am Bundessozialgericht tagen.

Von Ellen Schwaab

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