Regisseur hat dieses Jahr keine Zeit

„Tatort“ aus Kassel doch erst im Jahr 2018 - HR verschiebt Dreharbeiten 

Soll Schauplatz eines eigenen Tatorts werden: Eigentlich wollte der Hessische Rundfunk schon in diesem Jahr in Kassel drehen. Die Dreharbeiten sind auf das kommende Jahr verlegt worden. Fotomontage:  HNA

Kassel. Der Hessische Rundfunk (HR) wird doch nicht in diesem, sondern erst im kommenden Jahr einen „Tatort“ komplett in Kassel drehen.

Das teilte Christian Bender, Pressesprecher für das HR-Fernsehen, auf Anfrage mit.

Die Verschiebung der Dreharbeiten habe „produktionstechnische Gründe“, so Bender. Der erste Grund sei, dass es sich bei dem „Tatort“ aus Kassel um einen Event-Tatort handele, der an einem Feiertag (zum Beispiel Ostermontag oder dem Zweiten Weihnachtstag) ausgestrahlt werden soll. Durch die Konstellation der Feiertage stehen in diesem Jahr laut Bender zu wenige Sendeplätze dafür zur Verfügung.

Der zweite Grund sei der Regisseur: Liane Jessen, Leiterin Fernsehspiel und Spielfilm beim HR, favorisiere für den Kasseler „Tatort“ einen ganz bestimmten Regisseur, der in diesem Jahr aber keine Zeit dafür habe. Einen Drehbuchautor habe man auch im Blick. HR-Sprecher Bender geht davon aus, dass die Dreharbeiten nun im ersten Halbjahr 2018 stattfinden.

Dr. Helmut Reitze, früherer Intendant des HR, hatte im Februar 2016 kurz vor seinem Ruhestand angekündigt, dass in seiner Heimatstadt Kassel ein „Tatort“ gedreht werden soll. Reitze hat vor einem Jahr auch verraten, dass für den Kassel-Tatort ein neuer Ermittler kreiert werden soll. Zudem soll eine große Autoverfolgungsjagd Bestandteil des Kassel-Tatorts sein.

Helmut Reitze

Das erinnert an die alten Zeiten, als Kassel noch Filmstadt war: Der 1959 gedrehte Film „Natürlich die Autofahrer“ mit Heinz Erhardt als Polizeihauptwachtmeister Eberhard Dobermann hat längst Kultcharakter. Damals wurde eine legendäre Verfolgungsjagd durch den Vorderen Westen gedreht.

Thriller auch verlegt

Das sind nicht die einzigen Dreharbeiten, die sich verschieben. Der Kasseler Filmemacher Stefan Venator, der den Thriller „In einer dunklen Nacht“ geschrieben hat, wollte diesen mit Heino Ferch in der Hauptrolle ab Februar 2017 in Kassel drehen. Wegen terminlicher Probleme müsse dieses Projekt verlegt werden, so Venator. 

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