Auch echte Polizisten sind dabei

Tatort-Dreh in Kassel: So liefen die Filmarbeiten ab

Kassel. Am Montag wurde für den Tatort mit dem Arbeitstitel "Mühle" vor dem Polizeipräsidium Nordhessen gedreht. 

Ist das Polizeiauto echt oder vom Film? Das ist Montagvormittag auf dem ersten Blick bei den Fahrzeugen, die vorm Polizeipräsidium Nordhessen stehen, nicht zu erkennen. Der Erste Polizeihauptkommissar Jürgen Wolf, Pressesprecher der echten Polizei, trägt zur Aufklärung bei: An der Kennzeichenhalterung erkennt man die Streifenwagen vom Film. Dort sind die Nummernschilder einfach nur reingeschoben.

Ansonsten können Realität und Fiktion am Montag schon mal durcheinander kommen. An den Dreharbeiten für den Tatort wirken nämlich auch echte Polizeibeamte mit. Als Komparsen.

Oder echte Kriminalermittler im Ruhestand, wie zum Beispiel Helmut Wetzel. Der Erste Kriminalhauptkommissar und frühere Chef des Kommissariats 11, der Ende vergangenen Jahres in den Ruhestand gegangen ist, spielt in dem neuen Tatort des Hessischen Rundfunks (HR) einen Schutzpolizisten. 

Noch ein Mal Schutzpolizist: Helmut Wetzel, Ex-Chef des Kommissariats 11, spielt im Tatort mit.

Damit kehrt er zu den Wurzeln seines beruflichen Lebens zurück. In blauer Uniform steht Wetzel am Montag vor dem Polizeipräsidium. „Ich fühle mich super und meine Kollegen haben alle viel Spaß“, sagt Wetzel. Was muss er tun? „Ich versuche, wie ein echter Polizist auszusehen.“ Das gelingt ihm.

Komparsenrolle verdankt Wetzel Ex-Kollegen von K 11

Die Komparsenrolle hat Wetzel übrigens seinen ehemaligen Kollegen vom K 11 zu verdanken. Die Mordermittler haben sich darum gekümmert, dass der Tatort-Fan in der Folge aus Kassel mitspielen darf. Das war ein Geschenk zum Ruhestand.

Am Rande der Dreharbeiten: (von links) Polizeisprecher Jürgen Wolf, Polizeipräsident Konrad Stelzenbach und Dr. Helmut Reitze, früherer Intendant des Hessischen Rundfunks.

Zurück zu seinen beruflichen Wurzeln kehrt in diesem Tatort mit dem Arbeitstitel „Mühle“, bei dem Umut Dag Regie führt, auch Dr. Helmut Reitze, früherer Intendant des HR. Er wird einen Reporter spielen. „Eine Sprechrolle“, so der 66-Jährige, der seine journalistische Karriere 1971 bei dieser Zeitung begann.

Kurz vor dem Eintritt in den Ruhestand im Februar 2016 hatte Reitze noch dafür gesorgt, dass eine Folge der beliebten Krimi-Reihe in seiner Heimatstadt Kassel entstehen wird. Es habe ja lange gedauert, bis der Tatort nun gedreht werde, so Reitze. „Aber das ist ja nicht ungewöhnlich für Projekte, die relativ teuer sind. Ein Tatort kostet im Schnitt 1,5 Millionen Euro.

Auf sein Markenzeichen, die Fliege, wird Reitze, der mittlerweile mit seiner Frau in deren Heimatstadt Duisburg lebt, allerdings bei den Dreharbeiten verzichten. Das würde ja kein Mensch glauben, dass hier ein Reporter Fliege trägt. Die Privatperson Reitze trägt aber nach wie vor dieses Accessoire.

Rubriklistenbild: © Dieter Schachtschneider

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