Aktion Kinder für Nordhessen unterstützt mobile Mediathek an der Friedrich-Ebert-Schule

Gut für die Konzentration und das Sozialverhalten der Schüler: In den Regenpausen spielen Daniel Karelski (10, von links), Armin Merten (10), Paula Schreiber (10), Hannah Eskuche (9), Jacqueline Iskal (10) und Christian Manachow (11) gern Gesellschaftsspiele. Schulsozialarbeiter Wolfram Ripp und Elke Fischer, Koordinatorin der Ganztagsschule, leiten das Projekt. Foto:  Grigoriadou

Baunatal. Über 60 Spiele, Hör- und Lernspiele stehen für die Schüler der Baunataler Friedrich-Ebert-Schule bereit. „Wir spielen in den Regenpausen zusammen Brettspiele. Manchmal auch im Unterricht“, sagt die neunjährige Hannah Eskuche.

Finanzielle Unterstützung bekommt die Schule von der Aktion Kinder für Nordhessen, einer Spendeninitiative, die die HNA ins Leben gerufen hat.

Teamfähigkeit schulen

Schulsozialarbeiter Wolfram Ripp und Elke Fischer, Koordinatorin der Ganztagsschule, betreuen das neue Projekt. „Die neuen Anschaffungen sollen die Teamfähigkeit schulen. Außerdem sind die Spiele gut, um Regelverhalten, das logische sowie strategische Denken und die Geschicklichkeit zu trainieren“, sagt Ripp, und Fischer fügt hinzu: „Auch die Wahrnehmung und die Konzentration werden auf spielerische Art geschult.“

Schulleiter Helmut Ellenberg freut sich über das große Engagement seiner Kollegen. „Wir suchen nur noch einen fahrbaren Gitterwagen, in dem die Spiele untergebracht und auch abgeschlossen werden können. Das erweist sich schwieriger als gedacht.“

Die Wagen sollen variabel im Ganztagsbereich einsetzbar sein. Die Mobile Mediathek soll eine Ergänzung für die zurzeit im Umbau befindliche Bibliothek sein.

Klassisches Spiel

Ein weiteres Ziel ist es, Kindern in Zeiten von Computerspielen, Nintendo und Gameboy das klassische Spielen wieder näherzubringen. „Das Spielen ist nicht nur ein Grundbedürfnis für alle Kinder, es ist auch wichtig für die geistige, soziale und motorische Entwicklung eines jungen Menschen“, sagt Fischer. „Viele Mädchen und Jungen lernen erst in der Schule Brettspiele kennen. In der Familie wird kaum noch gemeinsam gespielt“, sagt Ellenberg.

Was für Spiele gekauft werden, haben die Schüler und Lehrer gemeinsam entschieden. „Wir haben viele Umfragen gestartet. Es stehen noch einige Spiele auf der Liste, die wir brauchen“, sagt Fischer.

Gute Auswahl

Im Vordergrund steht der pädagogische Aspekt. Egal ob bei traditionellen Gesellschafts- und Computerspielen oder Hörbüchern. „Einen Großteil ihrer Freizeit verbringen die Kinder in der Schule. Daher muss eine gute Spielauswahl vorhanden sein“, sagt Ellenberg. (pgr)

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