VDE und RP werben für Berufsfeld und Verbraucherschutz

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Basteln auf der Messe: Roman und Maria Valov löten am Gemeinschaftsstand von VDE und RP aus Bauteilen einen Gedächtnistrainer zusammen.

Kassel. Sie sorgen für die Sicherheit der Verbraucher. Der Verband der Elektrotechnik (VDE) und das Dezernat für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik beim Kasseler Regierungspräsidium präsentieren sich gemeinsam bei der Herbstausstellung.

Auf der Messe zeigen sie, welche Gefahren zum Teil in Elektrogeräten, Spielsachen, Werkzeugen und sonstigen Gebrauchsgegenständen lauern. Zudem können Besucher des Standes sich am Lötkolben ausprobieren und einen Gedächtnistrainer montieren.

Wolfgang Dünkel

Mit der technischen Bastelarbeit will der VDE junge Menschen ansprechen und diese für die technischen Berufe begeistern. „Wir haben ein Riesenproblem. 150.000 technische Arbeitsplätze sind in Deutschland unbesetzt. Die Wirtschaft sucht allein 75.000 Ingenieure“, sagt Wolfgang Dünkel vom VDE. Deshalb sei es wichtig, Kinder und Jugendliche möglichst früh an das Thema heranzuführen. „Wir leiden darunter, dass immer noch viele sagen: Ihhh, Technik.“ Dabei seien etwa die Verdienstmöglichkeiten überdurchschnittlich gut.

Gedächtnistrainer bauen

Aber nicht nur Jugendliche haben Spaß daran, aus einer Platine mit LED-Lichtern einen Gedächtnistrainer zu bauen. Immer wieder nehmen auch ältere Menschen am Werkstatttisch Platz. Wenn sie alles richtig gemacht haben, leuchten am Ende die kleinen Lichter in einer bestimmten Reihenfolge auf und sie müssen dann diese Reihenfolge durch Tastendruck wiederholen.

Weiteres großes Thema auf dem Gemeinschaftsstand ist der Verbraucherschutz. Der VDE zeigt etwa am Beispiel eines Kinderrollers, wie er die Produktsicherheit überprüft. Auf einem Bildschirm kann man verfolgen, wie das Spielgerät getestet wurde: Wie bei einem Crashtest rauscht der Roller mit Wucht gegen eine Bordsteinkante.

Bernd Franke

In einer Vitrine hockt ein Kuschel-Papagei neben einem Lockenstab und Schraubendrehern: Sie alle sind bei den Überprüfungen durchgefallen. „Unsere Tests sind nicht verpflichtend für die Unternehmen, aber sie bürgen für Qualität“, sagt Bernd Franke vom VDE. Pflicht sei nur die „CE“-Kennzeichnung, aber diese würden sich die Hersteller selbst verleihen.

„Wir informieren die Besucher auch über die Dinge, auf die sie beim Kauf achten sollten“, sagt Klaus Kilian vom Dezernat für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik beim Regierungspräsidium. Seine Behörde ist dafür zuständig, den Markt zu überwachen und im Zweifel Produkte zurückrufen zu lassen.

Vor Ort: Halle 1, Stand 163

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