Kulturfabrik Salzmann keine Verhandlungsmasse

Technisches Rathaus: Bettenhausen sagt Ja

Im Blickpunkt: Das Salzmann-Gebäude an der Sandershäuser Straße. Die Stadtverordneten diskutieren am 24. September erneut über ein Technisches Rathaus im Industriedenkmal. Foto: Dilling

Bettenhausen. Vor der Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung zum Thema Technisches Rathaus auf dem Salzmann-Gelände hat der Ortsbeirat Bettenhausen während seiner jüngsten Sitzung erneut die Einrichtung des neuen Verwaltungsstandortes in dem denkmalgeschützten früheren Industriekomplex gefordert.

Wer jetzt Nein zum Technischen Rathaus sage, sei für Abriss. „Salzmann und die Entwicklung im Kasseler Osten sind keine Verhandlungsmasse“, heißt es in dem Beschluss des Ortsbeirats.

Das Gremium wandte sich damit gegen den Vorstoß von Stadtverordneten von CDU, FDP, Linken, Freien Wählern und Piraten, die Verhandlungen mit Investor Dennis Rossing über die Anmietung von Büros im Salzmann-Gebäude zu stoppen, weil Rossing den Ankauf der Eissporthalle zwecks Umbau zu einer modernen Multifunktionshalle aufgegeben hat.

Nach Ansicht der Bettenhäuser Ortsbeiratsmitglieder spielt die Zukunft der Eissporthalle für die Entwicklung des Kasseler Ostens keine Rolle. Ohne das Rossing-Projekt werde Salzmann dem Verfall preisgegeben. „Die Verknüpfung ist eine Schweinerei“, sagte Oliver Schäfer (CDU). Der Investor brauche die Stadt als einen „Ankermieter“. „Das ist die letzte Chance für Salzmann“, betonte Peter Tippmann (Freie Wähler).

Die Zukunft der Künstler im Salzmanngebäude ist momentan noch ungewiss. Allen sei zum 30. September gekündigt worden, berichtete Wolf Silaff vom Kulturbüro dem Ortsbeirat. Man hoffe, mit Rossing einen Aufschub auszuhandeln, weil noch bis 2013 Veranstaltungen fest eingeplant seien. Bei der Frage, welche Künstler nach der Sanierung Räume zu welchem Mietpreis erhalten können, halte sich der Hausverwalter Rossings bedeckt.

Bei der Suche nach Ausweichquartieren für die Zeit des Umbaus und bei den Kontakten zum Investor helfen die Stadtverwaltung und die Wirtschaftsförderung. Dafür sei man sehr dankbar. Dennoch seien einige Künstler wegen der Ungewissheit bereits abgesprungen, sagte Silaff. (pdi)

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