Firma Enco investiert 1,4 Millionen Euro

Technologie statt Kaserne: Nachfrage auf der Marbachshöhe zieht an

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Das Gerüst kommt weg, Jens Wegner (links) und Michael Gernand sorgen dafür: Der Firmensitz der Firma Enco (Gebäude- und Energietechnik) in der ehemaligen Kaserne ist fast fertig. 40 Mitarbeiter haben ihre Büros jetzt im Technologiepark Marbachshöhe.

Bad Wilhelmshöhe. 1,4 Millionen Euro investiert die Kasseler Firma Enco in ihren neuen Hauptsitz. Der Spezialist für Gebäude- und Energietechnik zeigt im Technologiepark Marbachshöhe, was man aus einem alten Stabsgebäude der Bundeswehr machen kann.

Für jeden Raum in dem 1700 Quadratmeter großen Gebäude gibt es eine individuelle Heizungs- und Beleuchtungssteuerung. Sensoren reagieren darauf, ob die Sonne scheint oder Gewitterwolken aufziehen. Die ausgeklügelte Wärmedämmung, eine Lüftungsanlage und - fast schon selbstverständlich - Fotovoltaik auf dem Dach sorgen dafür, dass möglichst viel Energie gespart wird. „Dieses Gebäude ist auch ein Demonstrationsobjekt für unsere Kunden“, sagt Enco-Prokurist Martin Jost.

Die Firma, die weitere Büros in Frankfurt, München und Stuttgart hat, ist von Kirchditmold auf die Marbachshöhe gezogen. Die bisherigen Räumlichkeiten seien für die 40 Kasseler Mitarbeiter (insgesamt sind es 60) zu klein geworden. Außerdem lockte die Nähe zum IC-Bahnhof.

Enco ist der jüngste Zugang im Technologiepark, dessen Entwicklung neuen Schwung bekommen hat. Seit fünf Jahren ist das ehemalige Gelände der Lüttichkaserne mit Straßen und Kanalisation erschlossen. „Nach den schwierigen Krisenjahren 2008 und 2009 ist die Nachfrage wieder deutlich größer geworden“, sagt Georg Schedler von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Der Kasseler Standort vermarktet das Gelände zusammen mit der Stadt.

Enco zieht in eine attraktive Nachbarschaft, die in den nächsten Monaten noch größer wird. Die Firma Eurocopter will sich nach der Sanierung und Erweiterung der bisherigen Gebäude noch einmal vergrößern.

K+S und Wintershall

Neben den bereits vorhandenen Betriebskindergarten von K+S (Glückskinder) will Wintershall ziehen. Hier sollen neben dem zweiten Kindergarten des Unternehmens auch Seminar- und Tagungsräume entstehen. Ein Grundstück weiter an der Amalie-Wündisch-Straße soll noch in diesem Jahr ein weiteres ehemaliges Bundeswehrgebäude umgebaut werden. Hier zieht das Fichte-Institut ein, das Lehrmittel für den Schulbedarf entwickelt.

Weitere Interessenten

„Es gibt weitere Anfragen, das ist aber noch nicht spruchreif“, sagt Carlo Frohnapfel vom städtischen Planungsamt. Er rechnet damit, dass das 100 000 Quadratmeter große Gelände in drei Jahren komplett belegt sein wird. Es habe sich ausgezahlt, genau darauf zu achten, ob die Interessenten zum Konzept des Technologieparks passen. Die Firma Enco gehört zu den Wunschkandidaten mit guter Perspektive. „Wir können hier noch 20 Arbeitsplätze schaffen“, sagt Martin Jost. Platz genug sei vorhanden.

Von Thomas Siemon

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