Tempo-Tafeln: Hersteller empfiehlt häufigen Akku-Austausch im Winter - Kosten sind für Stadt zu hoch

Sonne fehlt: Auch die Geschwindigkeitsanzeige an der Frankfurter Straße versagt in diesen Tagen ihren Dienst. Archivfoto: Koch

Kassel. Die Tempo-Tafeln, die Autofahrer auf die korrekte Geschwindigkeit hinweisen, bleiben seit Wochen in Kassel dunkel. Die Herstellerfirma RTB GmbH & Co KG zeigt sich überrascht, dass die Dialog-Displays in Kassel seit Wochen ihren Dienst verweigern:

Die digitalen Geschwindigkeitsanzeigen, die bei einer Tempoüberschreitung in roter Schrift zum Langsamfahren mahnen, arbeiten mit Solartechnik. Bei anhaltend trübem Wetter wie in diesen Tagen empfehle man den regelmäßigen Austausch der Akkus, sagte RTB-Sprecherin Sonja Kleinemeier auf HNA-Anfrage.

Aufgeladene Akkus müssten auch ohne Sonneneinstrahlung zwei Wochen tadellos funktionieren, erklärte ein Techniker des Unternehmens aus Bad Lippspringe.

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Vor allem bei der derzeitigen Wetterlage und den kurzen Tagen komme es bei den Solarzellen schon mal zu Problemen. Bei Störungen sei man gern bereit, die Anlagen zu überprüfen. Allerdings müsste die Stadt Bescheid geben, zumal man die derzeitigen Standorte der Tempo-Tafeln nicht kenne. Bislang hat RTB nach eigenen Angaben keinen Anruf aus Kassel erhalten.

Den wird es wohl auch nicht geben. „Wir kennen das Problem“, sagt Karsten Bachmann, stellvertretender Bauhofleiter. Allerdings habe man weder das Personal noch genügend Akkus, um diese in den Wintermonaten an allen Standorten regelmäßig austauschen zu können. Man verfüge nur über einen Reserveakku, der eingesetzt werde, wenn es sich von den Arbeitsabläufen her anbiete. Alles andere sei mit hohem Aufwand und hohen Kosten verbunden. Man halte es deshalb für vertretbar, wenn die Dialog-Displays während der drei Wintermonate ausfielen.

Die Geschwindigkeitsanzeigen werden alle acht Wochen woanders im Stadtgebiet aufgestellt, um an möglichst vielen Orten auf das Verhalten der Autofahrer einzuwirken. Das Straßenverkehrsamt hat 49 Standorte ausgemacht. Ausnahmen sind die Dialog-Displays, die Lebensmittelhändler Robert Aschoff an der Frankfurter Straße hat aufstellen lassen, sowie eine vom Ortsbeirat Oberzwehren finanzierte Anlage an der Altenbaunaer Straße. (els)

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