Polizei machte auf Wunsch von Kita-Elternbeirat Stichproben an der Herkulesstraße

Temposünder waren rar

Vorsicht und Augen auf: Jürgen Schnittger (rechts) erklärte den Vorschulkindern der Kindertagesstätte „Baumhaus für Kinder“ des Diakonissenhauses, dass hinter geparkten Autos Fahrzeuge heranbrausen können. Foto: Dilling

Vorderer Westen. Die Herkulesstraße ist nach Ansicht von Lars Becker, Elternbeiratsvorsitzender der Kita „Baumhaus für Kinder“ des Kurhessischen Diakonissenhauses, ein gefährliches Pflaster für Kinder. Die Einrichtung grenzt an die Herkulesstraße.

Er habe den Eindruck, dass dort häufig viel zu schnell gefahren werde, sagt Becker. Auch die Leiterin der Vorschulgruppe, Nazli Sahiri, glaubt, dass etliche Autofahrer in dieser Tempo-30-Zone eher mit 50 km/h unterwegs seien. Dieser Eindruck hat sich jedoch bei zwei Messungen der Verkehrsinspektion Kassel mit einer Laserpistole nicht bestätigt. Am Mittwoch visierte ein Beamter morgens und mittags 46 verdächtige Fahrzeuge an.

Nur gut zehn Prozent dieser Autos seien aber tatsächlich zu schnell gefahren, sagt die Polizei. Vier kamen mit einer Verwarnung davon, nur einer erhielt eine Anzeige, weil er schneller als 54 km/h unterwegs war. Auch bei einer Stichprobe eine Woche zuvor hätten sich keine Auffälligkeiten ergeben. Da gebe es deutlich problematischere Stellen in Kassel, beispielsweise auf der Korbacher Straße in Höhe der Dorothea-Viehmann-Schule in Niederzwehren, heißt es seitens der Verkehrsinspektion.

Polizei nimmt Sorge ernst

Die Polizei nimmt die Sorgen von Eltern und Erzieherinnen des „Baumhauses“ dennoch ernst. Während sein Kollege Kai Hammer mit der Laserpistole unterwegs war, erklärte Polizeihauptkommissar Jürgen Schnittger den Vorschulkindern, wie man sich im Straßenverkehr richtig verhält und zeigte dazu einen Zeichentrickfilm. Viele der Kinder seien offensichtlich von ihren Eltern schon über die Gefahren aufgeklärt worden, sagte Schnittger hinterher. Nun müsse das richtige Verhalten nur noch geübt werden, damit die Kinder Sicherheit gewinnen und selbst Entscheidungen treffen können. Bisher würden allerdings noch alle Kinder von ihren Eltern zum Kindergarten gebracht, sagt die Erzieherin Sahiri. (pdi)

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