Männer sollen Krieg in Syrien unterstützt haben

Razzia wegen Terrorverdacht: Drei Kasseler im Visier

Kassel. Polizeikräfte haben am Donnerstagmorgen drei Wohnungen von mutmaßlichen Islamisten in Kassel durchsucht.

Grund dafür sind laut Pressemitteilung Ermittlungen der Staatsanwaltschaften Kassel und Frankfurt gegen drei deutsche Staatsangehörige im Alter von 19, 22 und 23 Jahren. Den Männern werde vorgeworfen, den Krieg in Syrien von Deutschland aus logistisch unterstützt zu haben. Nach Angaben der Ermittler haben die Männer deutsche Pässe, aber einen tunesischen, türkischen und jugoslawischen Hintergrund.

Wo genau in Kassel sich die durchsuchten Wohnungen befinden, wurde nicht bekannt. Nicht bestätigt wurden Berichte von Augenzeugen, die gegenüber der HNA Beobachtungen von einem größeren Einsatz der Polizei im Kasseler Stadtteil Forstfeld schilderten.

Aktualisiert
um 16.55 Uhr

Demnach sollen Spezialkräfte offenbar sichergestelltes Material aus einem Haus herausgetragen haben. Allerdings bekamen von der geheimen Aktion auch mehrere Nachbarn nichts mit. Die Augenzeugenberichte wurden von der Staatsanwaltschaft weder bestätigt noch dementiert.

Es hieß nur, dass mögliche Beweismittel wie Computer und Dateien sichergestellt worden seien und noch ausgewertet würden. Die Beschuldigten seien auf freiem Fuß, da es keinen dringenden Tatverdacht gebe, der einen Haftbefehl rechtfertige. Es gebe auch keinerlei Hinweise darauf, dass die Männer in Deutschland einen Terroranschlag geplant hätten.

Nach Informationen der HNA sollen sie vorübergehend in Gewahrsam genommen worden sein. Die Staatsanwaltschaft bestätigte das nicht. Gegen die Männer werde wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und der Aufnahme von Beziehungen zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt. Sie sollen zudem die Absicht gehabt haben, selbst nach Syrien zu reisen, um sich dort an Kampfhandlungen zu beteiligen. (clm/dpa)

Rubriklistenbild: © HNA

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