Jobcenter vermittelt Personal für Eingangsbereiche in Altenheimen

Corona in Kassel: Tester für Altenheime gesucht

Erst testen, dann reinlassen: Für diese Tätigkeit sucht das Jobcenter derzeit Personen, die auf der Suche nach einem Beschäftigungsverhältnis sind. 
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Erst testen, dann reinlassen: Für diese Tätigkeit sucht das Jobcenter derzeit Personen, die auf der Suche nach einem Beschäftigungsverhältnis sind. 

Die Pandemie hat dafür gesorgt, dass Menschen ihre Arbeit verloren haben. Aber: Sie bietet auch neue Möglichkeiten.

Kassel – Ein Beispiel dafür sind die neuen Tätigkeiten, die sich im Zuge der Pandemie herausgebildet haben und die erwerbslosen Menschen eine Beschäftigung bieten.

Um etwa die ohnehin stark belasteten Heime und Pflegeeinrichtungen schnell und unbürokratisch zu unterstützen, hat das Jobcenter Stadt Kassel die Koordination übernommen, diese mit geeignetem Personal zusammen zu bringen. So berät und unterstützt der Arbeitgeberservice seit Januar Einrichtungen bei der Suche nach Bewerbern. Zum Beispiel, wenn es darum geht, Leute zu finden, die Besucher auf Covid-19 testen und den Einlass regeln.

Aktuell seien 14 solcher Stellen vakant, berichtet Jobcenter-Sprecher Ekkehard Passolt. Gesucht werden insbesondere Menschen mit medizinischer, pflegerischer oder vergleichbarer Ausbildung oder Berufserfahrung. „Kranken- und Altenpfleger zum Beispiel, die nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten können oder wollen.“ Aber auch Personen ohne medizinische Vorbildung könnten sich melden, so der Sprecher. „Unsere Koordination bezieht sich nicht ausschließlich auf Kunden des Jobcenters. Wir vermitteln auch andere Personen, die auf Jobsuche sind.“ Das besondere an Jobs, wie den derzeit vakanten: Von geringfügig am Wochenende bis hin zu angestellt mit 35 Stunden gibt es eine große Varianz. Die Anstellung erfolge in diesem Fall direkt über den Arbeitgeber. Im Moment seien vier Einrichtungen auf der Suche nach Helfern.

Eine davon ist das Altenheim Luisenhaus der Mathilde-Zimmer-Stiftung. Man befinde sich mitten im Auswahlprozess, berichtet dessen Leiterin Katrin Klinge. Gesucht werden zwei Kräfte für insgesamt 58 Stunden, die über die staatliche Aufwandsentschädigung für Testung bezahlt werden.

Klinge, dessen Personaldecke es nicht zulasse, bis zu 80 Schnelltests am Tag zu machen, ist „positiv überrascht über die große Resonanz und Bereitschaft“, beim Testen zu unterstützen. Dabei würden es die Rahmenbedingungen nicht unbedingt einfach machen: „Wir können nicht sagen, wie lange das Arbeitsverhältnis dauern wird, weil das abhängig ist von der Testverordnung.“

Auch müssten Bewerber eine medizinische Ausbildung vorweisen und Bereitschaft zur Wochenendarbeit mitbringen. Letzteres sei, so Klinge, bei Bewerbern aus dem medizinischen Bereich allerdings oftmals kein Problem, da in dem Bereich Wochenenddienste die Regel seien.

Wenn alles gut läuft, soll es im Luisenhaus am 17. März für die neuen Tester losgehen, wenn der noch bis 16. März laufende Einsatz der Bundeswehr abgeschlossen ist. Foto: privat

Infos für Alten- und Pflegeeinrichtungen gibt Frau Willecke (Jobcenter): JCStadtKassel-AGS@jobcenter-ge.de; interessierte Bewerber melden sich unter Tel.: 05 61-92 99 90 oder  Jobcenter-Stadt-Kassel@jobcenter-ge.de. Freiwillige können sich zudem bei der Corona-Testhilfe der Arbeitsagentur melden, Tel.: 08 00-4 55 55 32 (gebührenfrei)

Von Anna Lischper

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