Bauarbeiten in Kassel: Tulpenallee wird beige - Sperrung bis 14. November

Heller Belag für die Bergparkstraße: Gestern wurde das Probestück mit der neuen Deckschicht auf der Tulpenallee angefertigt. Im Bild (von links) Dr. Horst-Richard Milbradt (Hessisches Amt für Baustoff- und Bodenprüfung), Jürgen Vossler (ASV Kassel) und Karl-Heinz Göttlicher (städtisches Straßenverkehrs- und Tiefbauamt). Hinten auf der Walze Marcel Teutschbein von der Firma Bauer. Foto: Herzog

Kassel. 25 Meter der neuen Tulpenallee werden künftig ein Hingucker sein: Hier können die Autofahrer - wenn die Straße wieder freigegeben ist - schon einen Eindruck bekommen, wie die Tulpenallee ab dem Frühjahr 2012 im gesamten Bereich des Bergparks aussehen wird: nämlich beige.

Bis zur Freigabe der wichtigen Verbindungsstraße zwischen Bad Wilhelmshöhe und Harleshausen, die derzeit grundsaniert wird, müssen sich die Autofahrer allerdings noch mal länger gedulden: Ab Montag, 14. November, ist die Strecke wieder befahrbar. Grund für die erneute Verzögerung sind nach Angaben des Amts für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) Kassel anhaltende Kapazitätsprobleme des Mischwerks, das den Asphalt für die Baustelle liefert. Ursprünglich war die Freigabe für Ende Oktober vorgesehen.

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Auf der Baustelle wurde gestern in der Senke hinter dem Gewächshaus die Probefläche mit dem hellen Belag aufgebracht. Die beige Oberfläche soll künftig die gesamte Strecke zwischen Wilhelmshöher Allee  /  Ecke Mulangstraße bis zur Nussallee zieren. Hintergrund ist, dass die Tulpenallee – auch im Zusammenhang mit der Weltkulturerbe-Bewerbung – künftig einen promenadenartigen Charakter erhalten und sich optisch besser ins Bergpark-Ensemble einfügen soll.

Auf dem Probestück wird der neue Belag in zwei verschiedenen Verfahren aufgebracht. Die von der Farbwirkung und der Griffigkeit der Fahrbahn bessere Variante soll nachher angewandt werden, wenn die beige Deckschicht durchgehend auf die Tulpenallee kommt.

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Freitag wurde zunächst die vier Zentimeter dicke Deckschicht aus einem splittreichen Asphalt aufgebracht. In der schwarzen Masse sind die hellen Granitsteinchen zunächst nicht erkennbar, weil sie von Bitumen umhüllt sind, erklärt Dr. Horst-Richard Milbradt von der Kasseler Prüfstelle des Hessischen Amts für Baustoff- und Bodenprüfung.

Für die augenfällige helle Wirkung wird auf der einen Hälfte der Strecke der beigefarbene Abstreusplitt auf die schwarze Deckschicht gewalzt. Bei einer normalen Fahrbahn würde statt des hellen Granitgesteins, das aus dem Thüringer Wald stammt, gewöhnlicher grauer Basalt auf die Straße kommen.

Bei der anderen Hälfte des Probestücks werden keine zusätzlichen hellen Steinchen in die Oberfläche gedrückt, stattdessen wird mit einem Wasserhochdruckverfahren der dunkle Bitumenfilm abgetragen, sodass die hellen Steine in der Asphaltmischung zur Geltung kommen.

Die Bereiche der Tulpenallee jenseits des Probestücks bekommen einen Bitumenfilm, der mit Split abgestreut wird. So kann laut ASV kein Schmutz eindringen, und die Griffigkeit ist gewährleistet. Die beige Oberfläche kann dann im Frühjahr direkt auf diese Grundlage aufgebracht werden.

Von Katja Rudolph

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