Tigerenten-Rennen in Kassel: 12.000 schwammen um die Wette

Kassel. Die Tigerenten des Vereins Soziale Hilfe haben wieder alles gegeben: 12.000 der schwarz-gelb-gestreiften Wasservögel - so viele wie noch nie - schwammen am Himmelfahrtstag in der Fulda um die Wette.

Am Ufer und auf der Drahtbrücke fieberten bei schönstem Sommerwetter weit über 10.000 Menschen mit, so schätzten die Veranstalter. Eine halbe Stunde dauerte es, bis die Dreiergruppe im Ziel einlief, die sich schon früh vom Hauptfeld abgesetzt hatte. Das kam geschlossen, aber deutlich abgeschlagen auf der 200-Meter-Strecke hinterher.

Tigerenten-Rennen in Kassel: 12.000 schwammen um die Wette

Nicht so schnell aber mindestens ebenso spannend wie die Tour de France - so erlebten die Zuschauer das Rennen an der Regattawiese, das von rhythmischen Sambaklängen begleitet wurde. Mehr als 80 Helfer waren am Hiroshima-Ufer im Einsatz und sorgten für einen reibungslosen Ablauf, darunter das Technische Hilfswerk (THW), die DLRG und der Football-Verein Kassel-Titans. Eine Stunde vor dem Start war auch die allerletzte Ente an einen Paten vergeben. „Es ist alles weg“, freute sich Michael Scholtyssek vom Hauptsponsor VW. „Eine Supersache. Es zeigt, dass die Veranstaltung mittlerweile fest zu Kassel gehört.“ Bernd Meyerholz und die Kunterbänd widmeten den Tigerenten sogar ein eigenes Lied, das die kleine Vinia vortrug.

Riesenapplaus gab es auch für die junge Truppe von Parkour und Freerunning Kassel, die tollkühne Sprünge und akrobatische Einlagen vorführte. Show-Pilot Daniel Golla vom Starclub sorgte mit seinem kleinen Flieger dafür, dass vor dem Rennen noch einmal alle Blicke in den Himmel gingen, bevor sie sich auf die Hauptattraktion richteten: die Tigerenten in der Fulda. Und über allem schien die Sonne von einem wolkenlosen Himmel. „Das Glück ist mit den Tüchtigen“, freute sich Ulrike Moritz, Geschäftsführerin des Vereins Soziale Hilfe. Auch über die Unterstützung der Sponsoren, die 180 Preise stifteten. „Eine Superquote“, sagte sie zufrieden.

Hauptpreis war eine Reise für zwei Personen nach Brasilien „Sao Paulo, Rio de Janeiro, Amazonas ...“ - Michael Scholtyssek, der die Gewinner zwischen den Songs von Supertalent Michael Holderbusch und der Band Crossroads verkündete, machte es spannend. Gewonnen hat die Reise Anika Petz aus Kassel. „Der größte Gewinner ist die Soziale Hilfe“, rief Jürgen Krempler von der Bühne, der die Veranstaltung zusammen mit Julia Wöllenstein moderierte. Organisator Walter Scharenberg freute sich schon auf das nächste Jahr. Dann feiert das Tigerenten-Rennen seinen zehnten Geburtstag.

Die Gewinner werden von den Organisatoren angeschrieben. Außerdem werden sie in den nächsten Tagen auf der Homepage des Vereins Soziale Hilfe veröffentlicht werden.

Von Ellen Schwaab

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