Einigung mit Volkswagen

Tigerentenrennen: Gewinnerin verzichtet auf Preis - Geld geht an Obdachlose

+
Aufregung um das Tigerentenrennen: Die Preisträgerin hat den Hauptgewinn, eine Reise nach Kanada, aus ökologischen Gründen abgelehnt. Hauptsponsor VW spendet jetzt stattdessen 5000 Euro direkt an den Verein „Soziale Hilfe“.

Bescherung für den Verein „Soziale Hilfe“. Rechtzeitig vor Weihnachten haben sich der VW Konzern und Mirl Redmann, die Gewinnerin des Tigerentenrennens, noch geeinigt.

Die Frau verzichtet auf ihren Hauptpreis, eine Flugreise nach Kanada im Wert von 5000 Euro. VW spendet das Geld stattdessen für den Kasseler Verein, der sich um obdachlose Menschen kümmert. Das hat Heiko Hillwig, Sprecher von VW am Standort in Baunatal, mitgeteilt.

Vor drei Wochen hatte es viel Aufregung bei der Preisübergabe gegeben. Gewinnerin Redmann (35) hatte den Preis bei der offiziellen Übergabe bei VW in Baunatal, Hauptsponsor des Tigerentenrennens, abgelehnt. Aus ökologischen Gründen.

CO2-Fußabdruck "gigantisch"

Sie sei schon so häufig geflogen, dass ihr CO2-Fußabdruck gigantisch sei, sagte die Kunsthistorikerin. Stattdessen hatte sie VW vorgeschlagen, den Preis umzuwidmen. Sie würde dafür lieber eine Bahncard 100 (4270 Euro, 2. Klasse) oder eine Reise in ein Sommerhaus am Meer (mit ÖPNV-Anreise) in Anspruch nehmen. Wenn das nicht ginge, solle VW das Geld dem Verein „Soziale Hilfe“, der jedes Jahr das Tigerentenrennen an Himmelfahrt veranstaltet, spenden.

Dafür mussten aber erst die Modalitäten geändert werden. „Die nachvollziehbare Motivation von Frau Redmann, die sie zum Rücktritt der gewonnenen Reise erwogen hat, war für uns Anlass, die bestehenden Vertragsinhalte zum Einlösen des zweckgebundenen Preises anzupassen“, sagt Hillwig. So könne der Wert des Sponsorings in Höhe von 5000 Euro jetzt für satzungsfähige Zwecke des Vereins verwendet werden. Mit diesem Ergebnis komme das Engagement des Konzerns „After Sales“, der zum VW-Konzern gehört, in diesem Jahr den notleidenden Menschen in doppelter Hinsicht zugute.

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

VW und die „Soziale Hilfe“ seien überzeugt, dass die Attraktivität des Tigerentenrennens durch einen hochwertigen Hauptpreis in Form einer Reise gesteigert worden sei. Dadurch seien viele Lose verkauft und der Erlös zum Wohl der bedürftigen Menschen gesteigert worden, so Hillwig.

Volkswagen werde sich auch in Zukunft am Tigerentenrennen mit einem attraktiven Hauptpreis beteiligen, so der Sprecher. „Um was es sich hierbei handelt, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Klar ist auf jeden Fall, dass die aktuellen Anpassungen bei den Teilnahme- und Gewinnbedingungen zur Verwendung des Preises beibehalten werden.“ Im Sinne aller Beteiligten mit einer starken sozialen Ausrichtung.

Pro & Contra: Gewinnerin des Tigerenten-Rennens lehnt Preis ab: Ist der Verzicht richtig?

Mobilität fördern

Gewinnerin Redmann hat am vergangenen Dienstag ihre Verzichtserklärung im Beisein von Vertretern der „Sozialen Hilfe“ und von VW unterschrieben. Die 5000 Euro könnten jetzt möglicherweise der Mobilitätsförderung obdachloser Menschen zugutekommen, zum Beispiel in Form von Fahrkarten für den Öffentlichen Personennahverkehr. Zudem gibt es bei der Tagesaufenthaltsstätte Panama eine Fahrradwerkstatt, die unterstützt werden könnte. „Das würde mich wirklich freuen“, sagt Redmann. 

Wie das Geld tatsächlich verwendet wird, sei aber natürlich Sache der „Sozialen Hilfe“. „Ich war nicht die Erste, aber vielleicht war ich die Letzte, die den Gewinn, so wie er ausgeschrieben war, gerne ändern wollte“, sagt Redmann. Sie sei froh, dass der VW Konzern auf ihren Wunsch eingegangen ist.

Klimawandel: Mit diesen Tipps können wir die Welt vielleicht retten

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.