Wandern im Kellerwald, Baden bei Göttingen und Rock in der Söhre

Mit Bollerwagen und Familie: Neun Tipps für den perfekten Vatertagsausflug

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Vatertag ist längst nicht nur ein Tag für Väter, der Bollerwagen ist meistens dabei.

An Himmelfahrt geht es raus. Hier sind neun ungewöhnliche Ausflugstipps - von der Königsalm bei Nieste bis zur Jausenstation im Kellerwald, für Väter mit Bollerwagen oder die ganze Familie.

1) Bayerisches Nordhessen: Die Königsalm

Schließt man die Augen, atmet einmal tief ein und blickt dann über die Felder hinweg in das grüne Land am Kaufunger Wald, dann wähnt man sich im Urlaub. Die Königsalm bei Nieste hat das gewisse Etwas, das ein echtes Ausflugsziel braucht. Bei Bratwurst , Jausen Brett'l, Leberkas oder großer Bergsteigerpfanne und einem kühlen Getränk in der Hand ist Nordhessen an der Königsalm fast ein Stückchen Bayern. Ob vom Parkplatz Königsalm aus oder von der Niester Ortsmitte hinauf - mit dem Bollerwagen lassen sich große und kleine Touren perfekt in Angriff nehmen. Ziel zur Einkehr wird letztlich immer die Königsalm selbst sein. Am Vatertag gibt's ab 11 Uhr zünftige Blasmusik. 

Tipp von Sven Kühling (Lokalredaktion Kreis Kassel)

2) Leise und laut: Der Grüne See

Es ist etwas gemein, dass der Grüne See bei Eiterhagen liegt. Bei dem Ortsnamen denkt man zunächst nicht an eine verwunschenen Badesee mitten im Wald, sondern an irgendetwas Ekliges mit Eiter. Dabei liegt auch der 600-Seelen-Ort sehr idyllisch in einem Tal zwischen Söhre und Melsunger Bergland. Von dort sind es nur zwei Kilometer Fußweg zum See, der in einem Tagebauloch entstand und teilweise von steilen Basalthängen umgeben ist. Wer seine Ruhe haben will, kommt hier auf seine Kosten - ob beim Wandern, Picknicken, Abhängen oder Baden. Und wer es lauter mag, der kehrt ab 14 Uhr im Wirtshaus Zum Grünen See im Söhrewälder Ortsteil Eiterhagen ein. Das Gasthaus beeindruckt mit einem Kulturprogramm, das man auf dem Land sonst vergeblich sucht. An Himmelfahrt spielt die Band Six Five Zero hier Rock der 70er und 80er.    Tipp von Matthias Lohr (Online-Redaktion)

Grüner See

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3) Breite Wege im Habichtswald

Der ehemalige Truppenübungsplatz im Habichtswald eignet sich hervorragend für alle Vatertagswanderer, die sich nicht nur betrinken wollen. Wo früher die Panzer rollten, holt sich die Natur jetzt ihr Revier zurück. Dichte Waldgebiete wechseln sich mit Felsformationen und urigen Biotopen ab. Geblieben sind die alten Panzerstraßen. Auf ihnen lässt es sich hervorragend wandern - oder einen Bollerwagen ziehen. Das Gebiet ist aus Richtung Habichtswald und aus Kassel mit dem Bus gut zu erreichen (Haltestelle Hohes Gras). 

Tipp von Sebastian Lammel (Online-Redaktion)

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Ein Beitrag geteilt von Matthias Lohr (@mattilohr) am

4) Baden und mehr: Der Wendebach-Stausee

Ein beliebtes Ausflugsziel für alle Südniedersachsen ist der idyllische Wendebach-Stausee zwischen Niedernjesa und Reinhausen. Vom Göttinger Stadtzentrum liegt er nur zehn Kilometer entfernt im schönsten Grün. Die Strecke führt entlang der Bundesstraße 27 auf einem asphaltierten Fuß- und Radweg. Der See bietet fast alles: Bade- und Grillmöglichkeiten sowie Wiesen zum Sporttreiben. Slacklines können an Bäumen befestigt werden. Nur eine Bewirtung gibt es nicht. Aber mit einem Bollerwagen kann man sich ja selbst bewirten.

Tipp von Thomas Kopietz (Lokalredaktion Göttingen)

Das Video ist Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

5) Die Fulda von zwei Seiten

Für Kasseler muss es an Himmelfahrt nicht immer die Fuldaufer-Promenade oder der Streif um den Buga-See sein. Parallel zum Übergang des Stadtteils Weserspitze nach Wolfsanger beginnt an der Fulda ein idyllischer Fuß- und Radweg Richtung Fuldatal. Man könnte ihn bis nach Hann. Münden und dann weiter an der Weser gehen. Das Schöne daran aber ist die Tatsache, dass er parallel zur Bundesstraße 3 verläuft. Von dort kann man sich im Fall der Fälle abholen lassen. Und in jedem Ort entlang der Strecke gibt es eine Bushaltestelle, von der aus man, wenn die Füße nicht mehr wollen, nach Kassel zurück fahren kann. 

Die Füße hochlegen kann man nicht nur im Hotel und Restaurant Roter Kater und Graue Katze auf der Höhe von Spiekershausen. Auch in Wilhelmshausen gibt es einen Biergarten, von dem Gäste schwärmen. Und wer kurz vor Wahnhausen die Fulda überquert, kann den Fluss beim Rückweg auf der anderen Seite ganz neu erleben. Tipp von Wilhelm Ditzel (Online-Redaktion)

Ganz dicht dran an der Fulda: Der Rad- und Wanderweg in Kassel.

6) Zu Fuß auf dem Bahnradweg Rotkäppchenland

Der Bahnradweg Rotkäppchenland ist nicht nur für Radler märchenhaft. An Himmelfahrt eignet er sich auch für einen Ausflug mit dem Bollerwagen. Von Schwalmstadt-Treysa geht es bis nach Niederaula und über den R 1 auch noch weiter bis Bad Hersfeld. Das sind mehr als 65 Kilometer. 

So lang hält auch der härteste Bollerwagen-Wanderer nicht durch. Erst recht, weil an der Strecke attraktive Orte zur Rast einladen - etwa der mobile Biergarten am Südbahnhof in Ziegenhain, der Hungrige Wolf in Neukirchen und am höchsten Punkt das Landgasthaus Hilde in Olberode.

Tipp von Sylke Grede (Lokalredaktion Schwalmstadt)

Nicht nur ein Ziel für Radler: Der Bahnradweg Rotkäppchenland in der Schwalm.

7) Natur pur: Der Dülfershof

Jausenstuben gibt es viele, die schönste der Region ist vielleicht der Dülfershof im Kellerwald zwischen Bad Wildungen und Frankenau. Die Gegend am Rand des Nationalparks bietet herrliche Wanderwege. Für einen Ausflug mit Kindern bietet sich als Startpunkt das fünf Kilometer entfernte Frankenau an. Saftige Wiesen, Schatten spendende Bäume und ein vor sich hin sprudelnder Bach - hier ist die Welt noch in Ordnung und sieht aus, als hätte man sie aus einem Tourismus-Katalog kopiert.

Der Dülfershof liegt auf einer Lichtung im Wald, ist nicht überlaufen und bietet neben leckerem Kuchen eine eigene Käserei und einen Hofladen. Kinder aus der Großstadt können hautnah Tiere erleben oder einfach im Garten spielen. Bei Google lobt ein Besucher den Dülfershof als "wirklichen Geheimtipp inmitten im Nirgendwo". Nicht nur an Himmelfahrt ist es himmlich hier.

Tipp von Matthias Lohr (Online-Redaktion)

8) Auch für Inliner geeignet: Der Storchensee

Am Storchensee in der Fuldaaue zwischen Rotenburg und Lispenhausen sitzt man idyllisch im Grünen. Der See liegt an der Fulda am Radweg 1, sodass man ihn mit Boller- und Kinderwagen, Rad oder Inlinern prima erreichen kann. Auf der einen Seite der Fulda hin, auf der anderen zurück (über die Fußgängerbrücke hinter dem Storchensee) ist die Runde vom Bahnhof Rotenburg aus nur fünf Kilometer lang, eben und gut ausgebaut. Himmelfahrt wird dort gegrillt und es gibt selbst gebackenen Kuchen.

Tipp von Gudrun Schankweiler-Ziermann (Lokalredaktion Rotenburg)

9) Zeitreise ins Mittelalter: Das Dorf Steinrode

In Steinrode ist die Zeit stehen geblieben. Das Mittelalterliche Modelldorf mitten im Kaufunger Wald an der hessisch-niedersächsischen Grenze will Kindern und Erwachsenen die Natur und eine ökologische Lebensweise näherbringen. An Himmelfahrt gibt es von 11 bis 16 Uhr dort Programm sowie Speisen und Getränke. Die muss man sich allerdings erst verdienen, indem man mit dem Bollerwagen die steilen und gut ausgebauten Waldwege (etwa aus Richtung Nienhagen) erklimmt. Von einer Talfahrt im Bollerwagen auf dem Rückweg ist abzuraten, auch wenn es verlockend ist - es gibt zu viele enge Kurven. 

Tipp von Bettina  Sangerhausen (Lokalredaktion Hann. Münden)

Mittelalterlich: Das Dorf Steinrode

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