Tödlicher Unfall am Güterbahnhof: 19-Jähriger erleidet Stromschlag

Kassel. Am frühen Sonntagmorgen hat ein 19-jähriger Kasseler einen Stromschlag aus einer 15.000 Volt führenden Oberleitung erlitten. Er starb noch an der Unfallstelle. Nach Angaben der für Bahnanlagen zuständigen Bundespolizeidirektion ereignete sich der Unfall gegen 4.14 Uhr.

Der 19-Jährige war zuvor auf einen Güterwaggon geklettert. Der Stromschlag aus der Bahnstromoberleitung schleuderte ihn brennend zu Boden.

Aktualisiert um 13.05 Uhr.

Ein Begleiter des Verunglückten, ein 20 Jahre alter Freund, versuchte laut Polizei den am Boden liegenden Schwerverletzten zu löschen. Er zog sich dabei an den Händen Verbrennungen zweiten Grades und einen Schock zu. Es gelang ihm noch, die Feuerwehr zu verständigen. Der verletzte Zeuge wurde in das Klinikum Kassel gebracht.

Bilder vom Unglücksort

Kassel: Jugendlicher stirbt nach Stromschlag

Nach ersten Ermittlungen gehen Bundespolizei und Kripo Kassel von einem Unglücksfall aus. Der 20-Jährige soll nach eigenen Angaben versucht haben, den Freund vom Hochklettern auf den Waggon abzuhalten. „Es gibt Hinweise darauf, dass Alkoholgenuss ein Grund für das leichtsinnige Verhalten der Beteiligten gewesen sein könnte“, sagt Rudolf Höser von der Bundespolizeidirektion in Koblenz.

Um den Toten zu bergen und die Unfallstelle sicherzustellen, wurde die Oberleitung abgeschaltet. Wegen der Betriebsnachtruhe gab es keine Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Um weiterer Spuren zu sichern, blieben am Sonntagmorgen die Oberleitung weiter abgeschaltet und die betroffenen Gleise gesperrt.

Höser appelliert noch einmal eindringlich, Gleisanlagen nicht zu betreten. Nicht nur das Überschreiten der Gleise, sondern auch das Besteigen von Waggons sei aufgrund der starken Stromspannung extrem gefährlich: „Es ist schon ausreichend, in die Nähe zu kommen.“

Erst im April 2010 waren zwei junge Männer ebenfalls am Güterbahnhof Bettenhausen durch Stromschläge ums Leben gekommen. (abe)

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