JVA Wehlheiden

Wehlheider Gefängnis: Mann wird tot in Zelle gefunden

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Gefängnis Wehlheiden: Hier soll ein Insasse getötet worden sein.

Kassel. Ein Häftling der Justizvollzugsanstalt Kassel I in Wehlheiden ist vermutlich vorsätzlich getötet worden. Verdächtigt wird sein 37-jähriger Zellengenosse. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Kassel haben die Ermittlungen wegen des Verdachts eines vorsätzlichen Tötungsdeliktes aufgenommen.

Zuletzt aktualisiert um 14.14 Uhr.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Kassel,wurde am Sonntagmorgen gegen 7.20 Uhr der 54-jährige Häftling tot in seiner Zelle gefunden. „Die Tatortaufnahme der durch die Anstaltsleitung informierten Kriminalpolizei ergab zunächst keine Hinweise auf ein Fremdverschulden“, sagt Wied. Der HNA lagen bereits am Montag Hinweise auf ein Tötungsdelikt hinter Gittern vor. Bei der Polizei erklärte man an diesem Tag allerdings noch auf Nachfrage, dass es sich um einen natürlichen Tod handele. Es gebe keine Anzeichen für eine Gewalteinwirkung.

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Dem Vernehmen nach haben aber mehrere Gefangene in der Nacht zum Sonntag um 1.30 Uhr einen Streit in der Doppelzelle im Flügel A des Gefängnisses gehört. Ob Insassen Hilfe riefen, ist bislang nicht bekannt. Erst am Dienstag, nach der von der Staatsanwaltschaft angeordneten Obduktion, habe sich der Verdacht erhärtet, dass der Gefangene getötet worden ist. Am Hals des Opfers seien Spuren von Gewalt entdeckt worden, heißt es bei der Staatsanwaltschaft.

Ein Tatverdacht bestehe gegen den 37 Jahre alten Zellengenossen des Mannes. Bei dem Opfer und dem Tatverdächtigen handelte es sich um sogenannte Transporthäftlinge, die nur auf der Durchreise in Wehlheiden untergebracht waren. Der Tatverdächtige soll in seinen Papieren den Vermerk gehabt haben, dass er selbstmordgefährdet ist, das Opfer soll hingegen als psychisch auffällig eingestuft worden sein. (use)

Weitere Hintergründe lesen Sie in der HNA-Donnerstagsausgabe.

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