Sonniges Herbstwetter sorgte für Ansturm auf Herkules - Parkplatzmangel

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Der Herkules ist ein sehr beliebter Ausflugsort in der Region.

Kassel. Die Wasserspiel-Saison ist seit vier Wochen beendet, doch die Anziehungskraft des Herkules scheint ungebrochen. Am Sonntag waren  wieder tausende von Menschen bei tollem Herbswetter unterwegs. Am Besucherzentrum Herkules gab es schon am Vormittag keinen Parkplatz mehr.

Später war auch der Seitenstreifen an der Zufahrtsstraße zum Herkules belegt. Teilweise ging es nur im Schritttempo voran.

„Auch die Busparkplätze werden regelmäßig zugeparkt, so kann es nicht weiter gehen“, sagt Michael Schwab, der Vorsitzende des Fördervereins Neue Herkulesbahn. Seit Monaten dokumentieren die Vereinsmitglieder die Verkehrssituation am Herkules. Damit wollen sie belegen, dass eine Schienenverbindung zum Herkules nötig ist.

Bilder vom Herkules

Sanierungen am Herkules von den 50er-Jahren bis heute

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Konkrete Daten darüber, wie sich die Besucherzahlen entwickelt haben, gibt es bislang nicht. „Unsere Zählungen laufen noch“, sagt Gisela Bungarten, die stellvertretende Leiterin der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK). Es sei aber klar, dass der Herkules als Ausflugsziel an Attraktivität gewonnen habe. Genau das sei ein Ziel der Millioneninvestitionen in die Kasseler Museumslandschaft. Das neue Besucherzentrum, die sanierte Herkulespyramide mit ihren spektakulären Ausblicken und die neue Gastronomie tragen dazu bei. Eine erfreuliche Entwicklung, die aber auch ihre Schattenseiten hat.

Spätestens wenn die Wendeschleife für die Linienbusse der KVG vor das Besucherzentrum verlegt sei, werde es gar kein Durchkommen mehr geben, befürchtet Michael Schwab, der Vorsitzende des Fördervereins. Er setzt sich dafür ein, diese Planung noch einmal zu überdenken. „Natürlich brauchen wir gerade in der Anfangszeit eine Verkehrsüberwachung“, sagt KVG-Vorstand Dr. Thorsten Ebert. Die vor dem Besucherzentrum vorgesehene Fläche für die Busse müsse freigehalten werden. „Ich glaube, dass es reicht, freundlich darauf hinzuweisen", sagt Ebert. Falls nicht, riskiere man einen Strafzettel oder sogar, dass das Auto abgeschleppt werde.

Noch im November sollen die Busse am Besucherzentrum vorfahren. Die alte Wendeschleife werde für den Notfall noch eine Weile zur Verfügung stehen. Dass die asphaltierte Fläche direkt vor dem Herkules zurückgebaut wird, ist beschlossene Sache. „Wir wollen das Gelände fit für das Welterbe machen“, sagt Gisela Bungarten.

Die Bedenken des Fördervereins Neue Herkulesbahn teilt sie nicht. Durch den bei Bedarf nutzbaren Streifen an der Zufahrtsstraße zum Herkules habe sich die Parkplatzsituation bereits ein gutes Stück entspannt. „Wir müssen noch mehr Werbung dafür machen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen“, sagt sie. Mit dem MHK-Kombiticket (in Bussen und Bahnen erhältlich) könne man sich die Parkplatzsuche sparen und bekomme zum normalen Eintrittspreis (Herkules 3 Euro) die Fahrkarte dazu.

Von Thomas Siemon

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