Neue Fahrspuren geplant

Trafostation an der Loßbergstraße ist weg - Bauarbeiten bis Ende 2013

Nur noch ein Schutthaufen: Am Pfingstwochenende hat der Abriss der Trafostation an der Loßbergstraße (Kirchditmold) begonnen. Der Schutt wird jetzt abgeräumt. Foto:  Schachtschneider

Kirchditmold. Selbst am langen Feiertagswochenende ist es an der Kreuzung Heßbergstraße/Loßbergstraße in Kirchditmold zu Staus gekommen. Anlass dafür waren Arbeiten, die mittelfristig für eine Entlastung an diesem Nadelöhr sorgen sollen.

Über Pfingsten wurde die alte Trafostation am Rand der Kreuzung abgerissen. Die hat über viele Jahre dafür gesorgt, dass die Straße nicht verbreitert werden konnte. Vor sieben Jahren kam es hier zudem zu einem schlimmen Unfall. Auf dem schmalen Fußweg vor dem Trafohäuschen wurde ein vierjähriges Kind von einem Kleintransporter erfasst. Das Mädchen kam ums Leben, drei weitere Menschen wurden schwer verletzt.

Am Wochenende wurde das Gebäude dem Erdboden gleichgemacht. Ersatz für den Stromverteiler gibt es mittlerweile an der Schanzenstraße. Das ist die Voraussetzung dafür, dass der Flaschenhals in der Verbindung zwischen Vellmar, Harleshausen und Kirchditmold Richtung Innenstadt und Bad Wilhelmshöhe endlich breiter werden kann. 28 000 Fahrzeuge kommen hier täglich vorbei, oft geht es nur schleppend voran. Das soll sich nach dem Ausbau ändern. 5,5 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. Das Land Hessen fördert den Umbau mit 3,4 Millionen Euro.

Zwei neue Fahrspuren sollen für Entlastung sorgen. Aus Richtung Harleshausen wird es eine separate Linksabbieger-Spur zur Zentgrafenstraße geben. Zudem ist eine weitere Spur geradeaus Richtung Bahnhof Wilhelmshöhe geplant. Hinzu kommen Radwege und Fußgängerüberwege.

Es wird richtig eng

Das ist allerdings noch Zukunftsmusik. Der Umbau der Kreuzung hat mit dem Abriss des Trafohäuschens und den Kanalarbeiten erst begonnen. Zurzeit werden neue Masten für die Oberleitung der Straßenbahn gebaut. Richtig eng wird es ab dem 25. Juni. Dann gibt es nur noch eine Fahrspur in jede Richtung.

Der Verkehr wird dann bis zum Jahresende mit einer Baustellenampel geregelt. Bis dahin bleibt die Kreuzung ein Nadelöhr mit Staugefahr. Erst Ende 2013 werden die Arbeiten nach Angaben des Straßenverkehrsamtes komplett abgeschlossen sein.

Von Thomas Siemon

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