Transporter und Zugmaschine in Waldau ausgebrannt: 140.000 Euro Schaden

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Kassel. Nackte Felgen, leere Fensterhöhlen, verschmorte Motoren: Manfred Vogt vom Vertrieb der Firma Iveco bot sich am Sonntagmittag ein Bild der Zerstörung.

Kurzclip 1: Brennende LKW in Waldau

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Fünf gebrauchte Nutzfahrzeuge und eine Zugmaschine waren am Samstagnachmittag auf dem Firmengelände im Kasseler Industriepark Waldau ausgebrannt. Die Ursache ist laut Feuerwehr noch völlig unklar. Vogt war nach dem Alarm am Samstag gleich auf das Firmengelände an der Richard-Rosen-Straße geeilt. „Aber da war es dunkel und total verqualmt. Man konnte nicht richtig sehen“, sagte er.

aktualisiert am Sonntag um 18.45 Uhr

Am Sonntag wurde das ganze Ausmaß deutlich. Von den Fahrzeugen waren nur noch Wracks übrig. Die Temperatur der Flammen sei so hoch gewesen, dass sich der Rahmen eines Fahrzeugs um 40 Zentimeter verbogen habe, sagte er. Um 16.55 Uhr hatte die Leitstelle der Feuerwehr mehrere Notrufe erhalten, die von einem brennenden Lkw an der Richard-Roosen-Straße berichteten.

Transporter und Zugmaschine in Waldau ausgebrannt

Die Feuerwehr Kassel rückte mit drei Fahrzeugen aus. Bei ihrer Ankunft standen bereits fünf Fahrzeuge in Flammen, berichtete Einsatzleiter Tim Wagner. Zunächst mussten die Einsatzkräfte ein Rolltor von Hand öffnen, das den Zutritt zum Werksgelände verhinderte. Dazu mussten sie eine Metetallleiste abschrauben, so dass sie unter dem Tor hindurch auf das Gelände gelangen konnten. Dadurch hätten sich die Löscharbeiten verzögert. Zwei Atemschutztrupps verhinderten schließlich ein Übergreifen der Flammen auf weitere geparkte Fahrzeuge.

Kurzclip 2: Brennende LKW in Waldau

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Auf dem Gelände stehen laut Gebrauchtwagenverkäufer Vogt etwa 50 gebrauchte Fahrzeuge. Die Flammen vernichteten nach seinen Angaben einen 7,5-Tonner, eine Sattelzugmaschine und vier Transporter. Erst vor wenigen Wochen seien aus sechs Fahrzeugen Katalysatoren gestohlen worden, berichtete Vogt. Über die Brandursache gab es auch am Sonntag noch keine Erkenntnisse. „Es wird nach allen Seiten ermittelt“, sagte der diensthabende Polizeihauptkommissar Helmut Gantner auf Anfrage.

Die Polizei schließe auch einen technischen Defekt als Ursache nicht aus. Die Iveco Südwest ist laut Vogt erst seit einem halben Jahr als Werksniederlassung auf dem Gelände. Das Unternehmen beschäftigt in Waldau etwa 20 Mitarbeiter. Zuvor sei dort ein Vertragshändler ansässig gewesen. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf 140.000 Euro. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (chr/els)

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