Gebäude an Harleshäuser Straße wird verkauft

Kirchditmolder Familienbetrieb Radsport Rehak schließt

Geschäftaufgabe: Bis Ulrike Ludloff-Rehak und ihr Bruder Jürgen Rehak ihren Laden in Kirchditmold schließen, wird die Ware reduziert verkauft. Foto: Herzog

Kirchditmold. Mit gemischten Gefühlen denken Ulrike Ludloff-Rehak (56) und Jürgen Rehak (54) an die kommenden Wochen. Es sind die letzten ihres Familienbetriebs. Radsport Rehak an der Harleshäuser Straße schließt zwischen Mitte und Ende März. Ein genauer Termin stehe noch nicht fest, sagen die Geschwister.

„Wir machen zu“, sagt Ulrike Ludloff-Rehak. „Wenn auch mit schwerem Herzen.“ Aber an der Geschäftsaufgabe führe kein Weg vorbei. Gesundheitliche Gründe ließen Ulrike Ludloff-Rehak und Jürgen Rehak keine andere Wahl. Als Nachfolger sei niemand infrage gekommen.

„Auf der einen Seite fällt es uns schwer“, sagt Ulrike Ludloff-Rehak. Vor etwa sechs Jahren haben die Geschwister das Geschäft von ihrem inzwischen verstorbenen Vater Gerhard Rehak vollständig übernommen. „Zu vielen Stammkunden hatten wir ein familiäres Verhältnis“, sagt Jürgen Rehak, der sich um die Werkstatt gekümmert hat. „Oft sind Leute auch einfach nur zum Schwätzen gekommen.“ Das Geschäft war ein kleiner Treffpunkt in Kirchditmold.

Viele Kunden haben bereits ihr Bedauern geäußert. Der Radladen sei so schön nah gewesen, haben einige gesagt. Sie müssen jetzt zum Teil deutlich weitere Wege zum Fachhandel zurücklegen.

Auf der anderen Seite waren die Arbeitstage oft lang und anstrengend. Nun bleibe Zeit, sich um Dinge zu kümmern, die bisher meist liegen geblieben sind, sagt Ulrike Ludloff-Rehak. „Ich freue mich auf die Freizeit.“

Aber ganz möchte sie auch nicht aufhören zu arbeiten. Sie werde nach einem Job suchen. „Aber mit Fünf-Tage-Woche“, sagt Ulrike Ludloff-Rehak und lacht. „Bitte nie wieder samstags arbeiten.“ Derzeit arbeiten neben den Geschwistern Rehak drei Angestellte in dem Geschäft. Für den einen Auszubildenden haben die Rehaks bereits Ersatz gefunden. Er kann seine Lehre in einem anderen Betrieb beenden. „Die anderen müssen sich umgucken“, sagt Jürgen Rehak.

Mit dem Radsportgeschäft wird auch der benachbarte Matratzenladen schließen. Noch gehört das Gebäude an der Harleshäuser Straße den Geschwistern Rehak. „Aber es ist zu 99 Prozent verkauft“, sagt Jürgen Rehak. Jetzt sei eine gute Gelegenheit dafür.

Den Namen des neuen Eigentümers wolle er noch nicht nennen. Allerdings beruhigte er, dass kein Leerstand drohe. Käufer sei ein ortsansässiges Unternehmen, das seinen bisherigen Sitz ganz in der Nähe habe.

Von Claas Michaelis

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