Unglück in Partnerstadt: Kassel trauert um Absturz-Opfer

+
Der Unglücksort: Helfer arbeiteten am Mittwoch an der Absturzstelle in der Nähe von Jaroslawl

Kassel/Jaroslawl. Viele Menschen in Kassel trauern um die Opfer des Flugzeugabsturzes in der Partnerstadt Jaroslawl. Dabei sind am Mittwoch mehr als 40 Passagiere ums Leben gekommen.

Es handelte sich um einen Sonderflug der Eishockeymannschaft von Lokomotive Jaroslawl, die zum Spiel nach Minsk fliegen wollte. Nahezu das gesamte Team des mehrfachen russischen Meisters aus Jaroslawl kam dabei ums Leben. „Ich bin erschüttert und in Gedanken bei unseren Freunden in Jaroslawl, insbesondere bei den Angehörigen der Opfer“, sagt Peter Liebetrau.

Peter Liebetrau

Er ist Vorsitzender des Kasseler Vereins Partner für Jaroslawl. Wie groß der Schock in Russland sei, könne er nur vermuten. Eishockey sei dort die Sportart Nummer eins. „Das ist so als würde bei uns die Mannschaft eines Bundesligisten abstürzen“, sagt Liebetrau, der schon dutzende Male in Jaroslawl war. Die 600 000-Einwohner-Metropole liegt 280 Kilometer von Moskau entfernt. Eines der größten Gebäude der Stadt ist die Multifunktionshalle für bis zu 10 000 Besucher, in der Lokomotive Jaroslawl seine Heimspiele austrägt.

Nach Informationen von Liebetrau ist die Maschine von einem ehemaligen Militärflughafen gestartet. Russische Piloten hätten berichtet, dass die technische Ausstattung veraltet sei.

Eishockey-Team stirbt bei Flugzeugabsturz

Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen hat am Donnerstag ein Kondolenzschreiben an seinen Amtskollegen in Jaroslawl, Wiktor Wolontschunas, geschickt.

„In Gedanken sind wir bei den Angehörigen und Freunden der Opfer, ihnen gilt unser ganzes Mitgefühl“, heißt es in dem Schreiben. Das Schicksal der Verunglückten gehe gehe den Menschen in Kassel sehr nahe. Seit dem Beginn der Städtepartnerschaft 1988 sei ein enges Band freundschaftlicher Kontakte geknüpft worden.

Das Schreiben haben neben Hilgen auch die Beauftragte für Städtepartnerschaften, Brigitte Bergholter und Peter Liebetrau vom Verein Partner für Jaroslawl unterzeichnet.

HINTERGRUND

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.