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Trauer um langjährigen DGB-Chef Peter Wedemeier

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Von: Christina Hein

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Peter Wedemeier, DGB Kreis Kassel, ist tot.
Peter Wedemeier © privat/nh

Vielfach engagierter nordhessischer Gewerkerschafter Peter Wedemeier starb 83-jährig.

Kassel/Guxhagen – Trauer um den lang-jährigen Kreisvorsitzenden des DGB Kassel, Peter Wedemeier: Der engagierte Gewerkschafter und Friedensaktivist ist vor zehn Tagen im Alter von 83 Jahren in Guxhagen, seinem Wohnort, verstorben. „Mit Peter Wedemeier verliert die Gewerkschaftsbewegung eine herausragende Persönlichkeit“, sagt DGB-Bezirksvorsitzender Michael Rudolph. Sein Name sei im gewerkschaftlichen Gedächtnis verknüpft mit seinem „großen friedenspolitischen Engagement“. Er hatte in den 1980er-Jahren den Grundstein für die Zusammenarbeit des DGB Kassel mit der Friedens- und Ostermarschbewegung gelegt.

Der in Hannoversch Münden gebürtige Wedemeier hatte in Hamburg Maschinenschlosser gelernt. Sein beruflicher Weg führte ihn von MAN Hamburg nach Kassel, wo er ab 1962 als Schlosser bei Henschel arbeitete. 1963 trat er in die IG Metall ein und setze sich bald als Vertrauensmann für die Arbeitnehmer ein. 1971 absolvierte Wedemeier ein Studium an der Akademie der Arbeit, bevor er seine hauptamtliche Tätigkeit als Gewerkschaftssekretär beim DGB-Kreis Kassel begann. Anschließend war er Kreisvorsitzender im Schwalm-Eder-Kreis. Bis zu seinem Ruhestand 1997 war Wedemeier Vorsitzender des DGB-Kreises Kassel.

Unter seiner Federführung arbeiteten die nordhessischen DGB-Kreise eng zusammen, so Rudolph. Wedemeier hatte sich vor allem der Bildungsarbeit verschrieben. Er machte sich für den Aufbau von politischen Bildungsstrukturen stark und hat den Arbeitskreis Gewerkschaft/Hochschule mit initiiert.

Zudem wirkte er in der Selbstverwaltung der Krankenkasse AOK mit. Ab 1977 gehörte er dem Vorstand der AOK Schwalm-Eder an und war zehn Jahre lang alternierender Vorsitzender. An seinem Wohnort Guxhagen hat er sich für die Gedenkstätte Breitenau engagiert.

Goldene Ehrennadeln erhielt Wedemeier vom AOK-Bundesverband ebenso wie von der Stadt Kassel. Zur Ehrung hatte Kassels damaliger Oberbürgermeister Bertram Hilgen Wedemeier als „großen Vordenker“ bezeichnet, der sich nicht davor scheute, auch mal unbequem zu sein. Peter Wedemeier hinterlässt seine Ehefrau und seine Enkeltochter.  

Beisetzung: Freitag, 29. Juli, 14 Uhr, Friedhof Wehlheiden Kassel.

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