Bürgerzentrum im Gemeindehaus der Friedenskirche

Eröffnung des Bürgerzentrums: Treffpunkt für Vorderen Westen

Stadtjubiläum: Stefanie Burmester (von links), Pfarrer Carsten Köstner-Norbisrath und Kristine Muncke stimmten auf die Festwochen im Stadtteil ein. Die beiden Frauen vom Mädchenhaus Annastraße stellten in historischen Kostümen der Schneiderinnung das Projekt „1100 Jahre Kindheit“ vor.

Kassel/Vorderer Westen. Ein schöneres Geschenk hätte man dem Stadtteil kaum machen können: Mit dem Auftakt der Festwochen zum Stadtjubiläum im Vorderen Westen ist am Samstag das Stadtteilzentrum im Gemeindehaus der Friedenskirche an der Elfbuchenstraße eröffnet worden.

Damit hat der mit 16.000 Menschen einwohnerstärkste Kasseler Stadtteil endlich einen Treffpunkt.

Und in diesen Tagen doppelten Grund zur Freude. Dekanin Barbara Heinrich sprach von einem wunderbaren Datum für die Eröffnung. Sie hoffe, dass die Menschen im Vorderen Westen das Stadtteilzentrum auch als ihr Haus annähmen. Auch Pfarrer Carsten Köstner-Norbisrath forderte die Bewohner des Stadtteils auf, die neuen Räume rege zu nutzen.

Die evangelische Kirche wäre allein kaum in der Lage gewesen, das in die Jahre gekommene Gemeindehaus aus den 1950er-Jahren auf Dauer zu halten. Möglich wurde die Einrichtung der Bürgerräume, weil Kirche, Stadt, Land und die Bewohner des Vorderen Westens an einem Strang zogen und es öffentliche Zuschüsse gab.

Freuen sich über die neu gestalteten Jugendräume im Keller: Süleyman Yilmaz (17, links) und Mahmut Öztürk (18) hatten ihren Spaß beim Tischfußball. Fotos: Schwaab

„Wir fahren jetzt die Ernte ein“, sagte Andreas Schmitz, Vorsitzender des Vereins Kassel West e.V., der sich gemeinsam mit dem Ortsbeirat und dem 2012 gestorbenen, langjährigen Ortsvorsteher Wolfgang Rudolph für den Bürgertreff stark gemacht hatte. Der 2005 gegründete Verein wird sich federführend um das Stadtteilzentrum kümmern.

Dass noch nicht alle Wünsche erfüllt sind, wurde ebenfalls deutlich. Noch mangelt es an der Ausstattung. Mithilfe von Spenden sollen unter anderem mobile Bühnenelemente für den Saal, eine Beleuchtungsanlage und weitere Technik angeschafft werden.

Oberbürgermeister Bertram Hilgen bescheinigte den Menschen im Vorderen Westen, dass sie sich um ihren Stadtteil kümmern. Der neue Treffpunkt sei wunderbar gelungen und möglicherweise Vorbild für weitere Projekte. Das Stadtteilzentrum in Räumen der Kirche ist das zweite seiner Art. Das erste war im Mai im Wesertor eröffnet worden

Ortsvorsteher Steffen Müller (Grüne) und Stadtteilbotschafter Gerhard Flögel luden die zahlreichen Besucher zur Besichtigung der Räume ein.

Die Bigband des Musikzentrums im Kutscherhaus unterhielt die Gäste mit flotten Tönen. Es gab Kaffee und Kuchen, den Stadtteilbewohner für das Fest gebacken hatten. Kinder konnten sich in den Räumen im Kellergeschoss schminken lassen und spielen, Jugendliche vergnügten sich mit Billard und Kicker. Künstler aus dem Vorderen Westen zeigten Bilder, Fotos und Zeichnungen.

Von Ellen Schwaab

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