Ortsbeirat Wolfsanger fordert Prüfung

Rostige Geländer, schmale Stufen: Marode Treppen bleiben Aufreger

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Gefährlich: Der komplett durchgerostete und der fast durchgerostete Fuß sind nur zwei Beispiele für die unzureichende Sicherheit der Treppe zwischen Fuldablick und Fuldatalstraße.

Wolfsanger. Die marode Treppe an der Vultejusstraße ist nicht die einzige gefährliche Treppenanlage im Stadtteil Wolfsanger / Hasenhecke. Während der Ortsbeiratssitzung haben Bürger weitere unsichere Auf- und Abgänge vorgetragen.

Der Ortsbeirat hat inzwischen den Magistrat aufgefordert, die Treppenanlagen im Bereich Wolfsanger und Bossental überprüfen zu lassen.

Insbesondere die Treppe, die die höher gelegene Straße Fuldablick mit der Fuldatalstraße verbindet, steht in der Kritik der Anlieger. Das Treppengeländer ist an den Füßen teilweise durchgerostet. Gerade ältere Leute müssen sich aber an der steil aufsteigenden Treppe am Geländer festhalten, da die Stufen schmaler sind als üblich. Sie betragen gerade eine Fußlänge.

„Wenn dort nicht bald etwas geschieht, hält irgendwann ein Fußgänger ein Stück Treppengeländer in der Hand“, sagte ein Anlieger. Die Bemerkung wurde von einem Nachbarn mit der zynischen Bemerkung gekontert, das Geländer sei viel zu rostig, um es überhaupt anzufassen.

Auch die breite Treppe, die von der Straße Im Bossental ins Naturschutzgebiet Bossental führt, wurde während der Sitzung kritisiert. Sie habe überhaupt kein Geländer, was bei nasskaltem Wetter und Schneefall schon für einige Stürze gesorgt habe. Auch seien einige Stufen sehr abgetreten. „Da stehen teilweise nur noch Reste“, sagte ein Anlieger.

Der Ortsbeirat beschloss einstimmig, den Magistrat aufzufordern, nach Winterende diese und weitere Treppenanlagen im Stadtteil kritisch zu überprüfen und wieder in einen sicheren Zustand versetzen zu lassen.

Karneval gefährdet?

Ein weiterer heftig diskutierter Tagesordnungspunkt betraf die Nutzung der Ernst-Freudenthal-Halle. Die einzige Mehrzweckhalle im Stadtteil, demnächst wieder eine der Karnevalshochburgen in Kassel, wird auch für Hallensport genutzt. Im Dezember sollen, so wurde es bei der Ortsbeiratssitzung vorgetragen, die Garderobenhaken im Foyer der Halle und ebenso die Anschlüsse für einen Biertheken-Betrieb abgebaut worden sein.

Außerdem wurden in der Halle Kletterstangen fest eingebaut. Nun machen sich die Vereine sorgen, dass in der Halle nicht mehr gefeiert werden kann.

Ortsvorsteher Alfred Langner (SPD) erklärte, dass der Ortsbeirat über diese Veränderungen seitens der Stadt im Vorfeld hätte informiert werden müssen. Offen blieb auch, wer den Auftrag für die Um- und Einbauten gegeben hat und wer die Kosten dafür trägt.

Der Ortsbeirat fordert in einem einstimmigen Beschluss Aufklärung vom Magistrat über die Vorgänge und weist den Magistrat darauf hin, dass die Vorgehensweise ein Verstoß gegen die Satzung der Ortsbeiräte ist.

Von Wilhelm Ditzel

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