Trinkraum ist noch geschlossen - Öffnung Ende nächster Woche geplant

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Container als Übergangslösung: Seit knapp zwei Wochen steht der Trinkraum-Container an der Wolfhager Straße/Gießbergstraße. Auch ein WC-Container (rechts) ist aufgestellt. 

Kassel. Seit knapp zwei Wochen steht der blau-weiße Container, in dem der Trinkraum eingerichtet werden soll, auf dem Gelände an der Gießbergstraße/Ecke Wolfhager Straße. Doch geöffnet ist er noch nicht.

Man gehe davon aus, dass der Betrieb Ende nächster Woche losgehe, sagte Rathaussprecher Hans-Jürgen Schweinsberg. Bis dahin würden die Räumlichkeiten noch ausgestattet. Es gehe um „ein paar Möbel, Lampen und ein bisschen Geschirr“.

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Zuletzt war der Sommeranfang (21. Juni) als Starttermin genannt worden. Wie berichtet, hatte Bürgermeister Jürgen Kaiser (SPD) Ende April für Anfang Mai bereits öffentlich verkündet, dass der Trinkraum im Erdgeschoss des Hochhauses am Altmarkt einziehen sollte. Der Vermieter machte dann einen Rückzieher, weil in den Verhandlungen von einer sozialen Begegnungsstätte die Rede gewesen war, nicht von einem Treffpunkt für Alkoholkranke.

Seit Ende Mai hatte die Stadt mitgeteilt, man stehe in konkreten Verhandlungen mit einem Vermieter. Offenbar haben diese Verhandlungen aber bisher kein Ergebnis gebracht. Deshalb präsentierte Bürgermeister Kaiser, der in der Angelegenheit massiv unter Druck steht, jetzt die Container als Übergangslösung. Sie sei aber nicht Folge von erneut gescheiterten Verhandlungen, betonte Rathaussprecher Schweinsberg. Man stehe nach wie vor im Gespräch mit einem Eigentümer.

Ordnungsdezernent Kaiser hat versprochen, dass die Container maximal drei Monate als Provisorium dienen sollen. Auch wenn der Mietvertrag für die Dauerlösung noch nicht unter Dach und Fach sei, gebe es spätestens zum Oktober einen regulären Trinkraum, hatte der Ordnungsdezernent im Ortsbeirat Nord-Holland gesagt.

Wie viel Geld das Mieten der Container kostet, wollte Stadtsprecher Schweinsberg mit Verweis auf die Wettbewerbssituation des vermietenden Unternehmens nicht sagen. Insgesamt seien für den Trinkraum 95 000 Euro bis zum Jahresende vorgesehen. „Das reicht bei Weitem aus“, sagte Schweinsberg.

Archiv-Video zum Trinkraum

Von dem Geld werde auch das Ehepaar Ackermann bezahlt, das den Trinkraum im Auftrag der Stadt betreiben und die Alkoholkranken betreuen wird, die das städtische Angebot in Anspruch nehmen. Mit seiner freien christlichen Drogeninitiative kümmert sich das Fuldataler Ehepaar schon seit Längerem um die Trinker- und Drogenszene am Lutherplatz.

Von Katja Rudolph

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