Da ist Musik drin: Drei Studenten vom Fachbereich teilen sich Wohnung am Wesertor

Trio in knallroter Küche

Harmonische WG: Auf schöne Töne verstehen sich die Musikstudenten Kati Schäfer, Johanna Sitte und Tobias Mering (von links), die sich eine Wohnung an der Gartenstraße am Wesertor teilen. Wenn das eigentliche Instrument gerade nicht zur Hand ist, klingt sogar die Vuvuzela aus WM-Zeiten bei richtigen Blasmusikern nicht schlecht. Foto: Herzog

Kassel. Mehr Livemusik gibt es wohl in keiner anderen Wohngemeinschaft. Drei Mitbewohner, ein Klavier, ein Bass und die Blechblasinstrumente Euphonium und Bariton sind in der Vierzimmerwohnung an der Gartenstraße zu Hause. In dieser WG ist Musik drin - ob solo, im Duett oder als Trio.

„Musiker rotten sich gern zusammen“, sagt Kati Schäfer und grinst. Nicht nur sie und ihre Mitbewohner Johanna Sitte und Tobias Mering, sondern auch viele Kommilitonen hätten Musiker-WGs gegründet. Kennengelernt haben sich die beiden 21-Jährigen und der 23-Jährige bei der Aufnahmeprüfung im Fachbereich Musik an der Uni vor anderthalb Jahren. Da alle drei nicht aus Kassel kamen, beschlossen sie, zusammenzuziehen.

Während die Chemie von Anfang an stimmte, hat es für die Küche - den traditionellen Mittelpunkt einer WG - etwas länger gedauert. „Wir haben ein halbes Jahr lang nur zwei Kochplatten gehabt und mussten in der Badewanne spülen“, erzählt Johanna Sitte. Jetzt ist die rote Küche der ganze Stolz der drei Musikstudenten.

Das ist alles nur geschnorrt

Und zwar nicht nur, weil sie die Schränke selbst in der knalligen Farbe gestrichen haben. Die gesamte Einrichtung und Ausstattung sind zusammengeschnorrt.„Man muss nur lange genug warten“, verrät Kati Schäfer das Erfolgrezept für die Gratis-Küche. Nur auf einen kleinen Tisch für den schmalen Raum warten sie jetzt noch, dann ist die WG-Küche perfekt.

Gemütlichen Abenden steht aber auch so nichts im Wege. „Einer auf dem Sofa, einer auf dem Boden, einer auf der Arbeitsplatte und dann wird stundenlang gelabert“, schildert das muntere Trio die typische Küchenszene.

Verständnis für das Üben

Aber auch beim Arbeiten ist in der Gartenstraßen-WG Gemeinsamkeit angesagt: „Oft sitzen wir alle drei im Wohnzimmer mit unseren Laptops und jeder schreibt an seiner Arbeit“, erzählt Johanna Sitte. Das Gute an der Musikergemeinschaft: Verständnis für das Üben gibt es immer. „Außer wenn Tobi spätabends üben will und ich will schlafen“, sagt Kati Schäfer mit einem Augenzwinkern.

Glück hat die WG auch mit den Nachbarn. Die haben nämlich in das tägliche Konzert aus dem ersten Stock noch nie mit Besenklopfen eingestimmt.

Von Katja Rudolph

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