Instrumente, Trikots, Bälle: Der Einzelhandel im Zeichen der Fußball-Weltmeisterschaft

Trommeln wie Dante

Gute Laune mit Dante: Der brasilianische Nationalspieler wirbt für den Combinho (Pfeife, Trommel, Rassel und Ratsche), den es im Media Markt zur WM gibt. Mitarbeiter Oliver Sliwa zeigt Daniela Becker, wie man mit den Instrumenten gute Laune verbreitet. Fotos: Koch

Kassel. Zwei Wochen dauert es noch, dann wird die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien mit dem Eröffnungsspiel zwischen dem Gastgeber und Kroatien eröffnet. Schon jetzt gibt es zahlreiche Artikel in Kasseler Geschäften, mit denen man sich auf das sportliche Großereignis einstimmen kann.

Wer es besonders laut mag, kommt im Media Markt auf seine Kosten. Hier wirbt der brasilianische Nationalspieler Dante als Pappfigur für den Combinho. Das sind gleich vier Musikinstrumente: Pfeife, Trommel, Rassel und Ratsche. Damit soll Samba in deutsche Wohnzimmer gebracht werden. Apropos Wohnzimmer: Vor einer Weltmeisterschaft werden nach wie vor besonders viele Fernseher gekauft, sagt Miguel Almida, Verkaufsleiter beim Media Markt im Dez. Wer jetzt einen neuen Fernseher kauft, bekomme einen Combinho dazu geschenkt. Sonst kostet das Multi-Instrument 9,90 Euro.

Trommeln gibt es auch im Fan Point am Friedrichsplatz. Harald Hüther hat zudem zahlreiche weitere schwarz-rot-goldene Artikel im Angebot. Sein Hauptaugenmerk liegt aber auf den Trikots. Und nicht nur auf jenen der deutschen Nationalmannschaft, obwohl die natürlich am häufigsten über den Verkaufstresen gehen. Ein Renner sei das Trikot von WM-Neuling Marco Reus. „Spanien läuft auch schon etwas“, sagt Hüther.

Enttäuschen muss der Fanartikel-Experte allerdings die Anhänger von Bosnien-Herzegowina. „Wir haben schon mehrere Nachfragen nach den Trikots“, sagt Hüther. Leider gibt es aber noch keine für Fans. Das liege daran, dass die Mannschaft von Bosnien-Herzegowina einen neuen Ausrüster habe. Jetzt würden der alte und der neue Ausrüster in einem Rechtsstreit liegen. Ansonsten laufe das Geschäft mit den Fanartikeln von Turnier zu Turnier besser. „Wir verkaufen mehr Trikots als vor vier Jahren bei der WM in Südafrika“, sagt Hüther.

Kritik gehört zum Ritual

Joschka Leßmeier (Sport Scheck am Königsplatz) kennt die deutschen Fans. Wenn ein Trikot neu auf den Markt komme, dann werde erst mal das Design sehr kritisch analysiert. „Anschließend werden sie trotzdem gekauft“, sagt Leßmeier. „Das ist wie ein Ritual.“ Unterschiede macht er bei der Vorgehensweise zwischen den Geschlechtern aus. Während sich viele Männer vor dem Start der WM bereits ein Trikot kauften und sich auch Gedanken über die Beflockung machten, neigten die Damen eher zu Spontankäufen. Die kauften verstärkt, wenn die deutsche Mannschaft eine Runde weiter sei.

„Je weiter unser Team kommt, desto mehr Trikots verkaufen wir“, weiß auch Janett Flemming, Abteilungsleiterin in der Galeria Kaufhof. Neben Fahnen, Farben, Armbändern, Rasseln, Tröten und schwarz-rot-goldenen Socken würde auch sehr oft der WM-Ball nachgefragt. Brazuca, so heißt das gute Stück, gibt es in vielen Größen. Sogar das Original, mit denen in den Stadien in Brasilien um den Cup gekickt wird. Der kostet allerdings knapp 130 Euro.

ARTIKEL RECHTS

Von Ulrike Pflüger-Scherb

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.