Voerst keine Probleme

Trotz Schneeschmelze: Pegel der Fulda nur leicht erhöht

Reichlich Wasser, aber keine Überschwemmungen: Die Fulda im Bereich des Walzenwehrs. Im Hintergrund sind die Doppeltürme der Martinskirche zu sehen. Foto:  Fischer

Kassel. In Bad Hersfeld ist die Fulda bereits über die Ufer getreten. Einige Straßen sind überflutet, die zweite von drei Meldestufen ist erreicht. Muss sich jetzt auch Kassel auf Hochwasser einrichten?

„Vorerst nicht“, sagt Albert Kreil, Dezernatsleiter Hochwasserschutz beim Kasseler Regierungspräsidium. Durch das Tauwetter der vergangenen Tage sei der Schnee sehr gleichmäßig abgeschmolzen. Deshalb sehen die Fachleute die Situation im Moment ziemlich gelassen. Bei dem großen Hochwasser 1995, bei dem der große Kreisel und Teile der Unterneustadt unter Wasser standen, war das anders. Damals fiel starker Regen auf den gefrorenen und mit Schnee bedeckten Boden. Das sorgte für eine regelrechte Flutwelle.

Davon kann im Moment keine Rede sein. In Kassel seien Überschwemmungen auch deshalb kein Thema, weil es hier sehr viel weniger Niederschlag gegeben hat als zum Beispiel in der Rhön. „Heute, Freitag, kann es noch mal etwas kräftigere Regenschauer geben, aber am Wochenende wird es schon wieder kälter“, sagt Kreil. Dann werde in den Höhenlagen der Niederschlag als Schnee fallen und liegen bleiben.

Noch lange nicht voll

Deutliche Reserven hat bislang der Edersee. Dessen Ablauf über die Eder in die Fulda beeinflusst die Pegelstände rund um Kassel.

50 Millionen von maximal 199,3 Millionen Kubikmetern Wasser passen noch in den Stausee. Auch von dieser Seite drohe keine Hochwassergefahr für die Fulda, sagt Albert Kreil.

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