Kunden und Lieferanten arbeiten jetzt mit der ETS GmbH Kassel zusammen

Truss-Rettung ist gelungen

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Aus Truss wurde ETS: Der Standort des Haustechnikunternehmens am Franzgraben (Bild) im Stadtteil Wesertor wurde ebenso erhalten wie die rund 100 Arbeitsplätze in Kassel. Kunden und Lieferanten von Truss arbeiten jetzt mit ETS zusammen.

Nachdem 2014 bekannt geworden war, dass die Haustechnikfirma August Truss GmbH und Co. KG aus Kassel zahlungsunfähig ist, gibt es ein dreiviertel Jahr später gute Nachrichten.

 „Es geht gut vorwärts“, sagt Michael Ossendorf. Der Geschäftsleiter der Efficient Technical Solutions GmbH (ETS) in Kassel sieht die Firma „auf einem sehr guten Weg“.

Das gilt auch für das Kasseler Traditionsunternehmen Truss Haustechnik, das im Oktober 2014 von ETS vor der drohenden Pleite gerettet worden war.

Die 100 Truss-Arbeitsplätze sowie der Standort am Franzgraben im Stadtteil Wesertor wurden erhalten. Zu ETS Kassel zählen seit dem Vorjahr auch die Traditionsunternehmen Gebro (Büren, Brilon und Paderborn) sowie Energo (Paderborn). Gebro in Ostwestfalen gehörte seit 2011 zur Kasseler Truss-Gruppe und war mit in die Insolvenz geraten.

Zusammen gibt es aktuell 186 Mitarbeiter, ETS sucht Fachleute und stellt weitere Beschäftigte ein. „Kunden und Lieferanten haben die Zusammenarbeit gern wieder aufgenommen“, berichtet Ossendorf, der für die Standorte Kassel, Büren, Brilon und Paderborn zuständig ist. Im Oktober sollen zwei weitere Standorte in Düsseldorf und Frankfurt am Main mit annähernd 40 Mitarbeitern hinzukommen. Derzeit verzeichnet ETS Kassel nach Angaben des Geschäftsleiters einen Jahresumsatz von rund 35 Millionen Euro.

Seit 1. Oktober 2014 gehört das frühere Kasseler Haustechnikunternehmen August Truss GmbH & Co. KG zur Unternehmensgruppe Elevion GmbH (früher Parcom Holding für technische Gebäudeausrüstung GmbH). Truss wurde von der Elevion-Tochter ETS übernommen. ETS hat wie das Kasseler Unternehmen die Schwerpunkte Elektrotechnik, Automatisierungstechnik, Lüftungs-, Klima- und Kältetechnik.

Die im Jahr 1863 gegründete Firma Truss, die in der Region zu den Marktführern im Heizungs-, Lüftungs-, Kälte- und Sanitärbau zählte, war Ende August 2014 in finanzielle Schieflage geraten und hatte einen Insolvenzantrag gestellt. Elevion-Geschäftsführer Oliver Rennig war damals überzeugt, dass Truss schnell wieder profitabel arbeitet, und hatte damit richtiggelegen. Die Finanzprobleme der Truss-Gruppe seien vor allem durch zu schnelles Wachstum, Kalkulationsfehler und Verluste bei Großbauvorhaben entstanden, lautete die Analyse vor der Übernahme. ETS hat wie vormals Truss vor allem Industriekunden im Auge.

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