Halbseitige Sperrung für Sanierung und Umbau des Abschnitts im Bergpark – Heller Straßenbelag kommt

Tulpenallee: Ab April geht’s weiter

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Testfeld auf der Tulpenallee: Der neue, helle Straßenbelag ist auf einem Abschnitt vor der Nussallee bereits aufgebracht worden. Dabei kamen zwei verschiedene Verfahren zum Einsatz, um zu überprüfen, welches das bessere Ergebnis bringt.

Kassel. Im April wird die Tulpenallee wieder zur Baustelle. Nachdem von September bis Mitte November der Bereich der Landesstraße hinter dem Schloss Wilhelmshöhe bis Harleshausen saniert worden ist, kommt jetzt der Abschnitt vom Fuß des Schlosses bis zur scharfen Kurve am Gewächshaus an die Reihe.

Bis zur documenta im Juni sollen die Arbeiten vorerst fertig sein und die Straße sich mit einem neuartigen, hellen Belag besser in den Bergpark einfügen.

Die Fahrbahn wird im Bereich zwischen dem Ende der Wilhelmshöher Allee/Ecke Mulangstraße und Gewächshaus erneuert und zugleich schmaler gemacht, erläutert Uwe Bischoff vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt der Stadt Kassel. Nach dem Umbau wird die durch den Bergpark führende Straße 6,50 Meter breit sein. Derzeit sind es 7,50 bis 8 Meter.

Während der Bauarbeiten ab April wird die Straße halbseitig gesperrt. Eine Ampel soll den Verkehr regeln. Eine Vollsperrung der wichtigen Verbindungsstraße zwischen Wilhelmshöhe und Harleshausen, auf der täglich 7500 Fahrzeuge verkehren, werde man nur dann nicht vermeiden können, wenn die Fahrbahndecke aufgebracht wird, sagt Bischoff. Das werde voraussichtlich etwa zwei Tage dauern.

Ausgespart von den Bauarbeiten bleibt vorerst das Schlossplateau. Dort soll der gesamte Platz umgestaltet und mit Natursteinpflaster versehen werden. „Das würden wir vor der documenta nicht mehr schaffen“, sagt Bischoff. Deshalb geht es damit erst am Ende des Jahres los. Auch der Platz am Besucherzentrum /Endstation Linie 1 bekommt dann ein neues Gesicht.

Die Gehwege entlang der Straße werden schon jetzt umgestaltet: Derzeit verlaufen sie direkt neben der Fahrbahn, sodass sich ein breites Asphaltband durch den Bergpark schlängelt. Um dies zu entzerren, werden die Wege künftig ein Stück von der Straße entfernt verlaufen. Sie bekommen den gleichen beigefarbenen Belag wie die Straße.

Einen Eindruck von der neuen Fahrbahnoberfläche kann man sich schon auf einem Testfeld nahe der Nussallee verschaffen. Dort sind zwei verschiedene Verfahren ausprobiert worden, um herauszufinden, welches das bessere Ergebnis bringt. Dabei habe man sich jetzt gegen die Methode entschieden, bei der die Oberfläche mit Wasserhochdruck bearbeitet wird, berichtet Uwe Bischoff. Dabei werde mit so viel Kraft auf die Fahrbahnoberfläche eingewirkt, dass die Deckschicht Schaden nehme. „Sie würde schnell auseinanderbröseln.“

Deshalb hat man sich für das sanftere Verfahren entschieden, bei dem die hellen Granitsteinchen mit in die Deckschicht eingebaut werden und zusätzlich in einer Extraschicht darüber gestreut werden. Zwar werde dabei nicht von Beginn an der gleiche Helligkeitseffekt erzielt, sagt Bischoff. Doch der Verkehr fahre den dunkleren Bitumenfilm allmählich ab und gebe die Strahlkraft der hellen Steinchen frei.

Von Katja Rudolph

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