Nolda: Umgestaltung der Landesstraße zum Parkweg „nicht auf Kosten der Sicherheit“

Tulpenallee erhält Leitpfosten

Derzeit noch mit Warnbaken gesichert: An der Tulpenallee im Bergpark Wilhelmshöhe sollen nach dem Willen der Stadt auf jeden Fall wieder Leitpfosten aufgestellt werden. Archivfoto: Fischer (nh)

Kassel. An der Tulpenallee im Bergpark Wilhelmshöhe werden künftig wieder Leitpfosten aufgestellt. Das Vorhaben der Museumslandschaft Hessen Kassel, die Straße stärker als Parkweg in den Vordergrund zu rücken, dürfe nicht auf Kosten der Verkehrssicherheit gehen, sagt Kassels Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne).

Die Idee, die wichtige Verbindungsstraße zwischen Bad Wilhelmshöhe und Harleshausen, auf der täglich 7500 Fahrzeuge unterwegs sind, mit Blick auf die Welterbe-Bewerbung eher wie einen historischen Kutschenweg wirken zu lassen und deshalb auf Fahrbahnmarkierungen, Leitpfosten und Beschilderung zu verzichten, hatte im vergangenen Herbst für Kritik gesorgt.

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Jetzt steht nach Angaben von Nolda fest, dass auf Leitpfosten nicht verzichtet werden kann. Nachdem der Gehweg von der Straße weg verlegt und beleuchtet wurde, seien die Begrenzungspfosten besonders wichtig. „Selbst bei langsamem Tempo sollte man klar erkennen können, wo die Straße ist“, sagt Nolda. Allerdings könne wohl wegen des beige eingefärbten Asphalts auf Fahrbahnmarkierungen verzichtet und die Landesstraße zudem zurückhaltend beschildert werden. Ob es zur von der Museumslandschaft angestrebten Tempobegrenzung auf 30 km/h kommt, sei noch nicht entschieden.

Die Fahrbahn der Tulpenallee wurde zwischen dem Ende der Wilhelmshöher Allee/Ecke Mulangstraße und dem Schlossplateau bereits erneuert. Dabei wurde die Straße von früher 7,50 bis acht Meter Breite auf nur noch 6,50 Meter Breite zurückgebaut. Auch das soll die Weltkulturerbe-Bewerbung unterstützen, über die in diesem Jahr entschieden wird. In den bereits umgebauten Teilstücken ist die Tulpenallee derzeit noch immer mit Warnbaken und Tempo-30-Schildern als Baustelle markiert. Das soll für ein Mindestmaß an Verkehrssicherung sorgen. „Wir hätten die Leitpfosten gern noch vor dem Schneefall aufgestellt, haben das aber nicht mehr geschafft“, erklärt Nolda. (ach)

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