Kurze Straßenabschnitte

Tulpenallee wird nur auf kurzen Straßenabschnitten zur Tempo-30-Zone

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Die Tulpenallee im Bereich des Schlossplateaus: Die Baustellen-Beschilderung wird in den nächsten Tagen verschwinden. Ab Juli dieses Jahres wird dort aber wieder gebaut. Platz und Straße zwischen Gewächshaus und Schlosshotel sollen gepflastert werden, ebenso der Straßenabschnitt am Besucherzentrum. Nur auf diesen beiden Straßenabschnitten gilt künftig Tempo 30.

Bad Wilhelmshöhe. Eine zum Parkweg umgestaltete Landesstraße mit durchgängig Tempo 30 bleibt den Autofahrern auf der Tulpenallee erspart.

Nur am Besucherzentrum in Höhe der Straßenbahn-Endhaltestelle der Linie 1 und auf dem Straßenstück zwischen Gewächs- sowie Ballhaus und dem Schlosshotel soll künftig Tempo 30 gelten.

Die Idee, die wichtige Verbindungsstraße zwischen Bad Wilhelmshöhe und Harleshausen, auf der täglich 7500 Fahrzeuge unterwegs sind, mit Blick auf die Welterbe-Bewerbung eher wie einen historischen Kutschenweg wirken zu lassen und deshalb auf Fahrbahnmarkierungen, Leitpfosten und Beschilderung zu verzichten, hatte im vergangenen Herbst für Kritik gesorgt. Zudem hatte die Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) eine durchgängige Tempobegrenzung auf 30 Stundenkilometer angestrebt.

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Die Bauarbeiten am Besucherzentrum und auf dem Schlossplateau werden nach Angaben von Dietrich Junkermann vom Hessischen Baumanagement Anfang Juli fortgesetzt. Die Straßenabschnitte und Plätze dort sollen gepflastert werden.

Weil an der Loßbergstraße noch bis zum Sommer gebaut wird und die Tulpenallee wichtige Umleitungsstrecke ist, darf im Schlosspark erst ab Juli gebaut werden. Am Besucherzentrum könnten die Arbeiten noch dieses Jahr abgeschlossen werden, auf dem Schloßplateau sei dies eher unwahrscheinlich, sagt Junkermann.

Von Jörg Steinbach

Kompromiss zwischen Optik und Sicherheit

Die Verantwortlichen der Museumslandschaft Hessen Kassel hätten am liebsten gar keine öffentliche Straße mehr in dem Landschaftsgarten von Weltgeltung gehabt, aber die Tulpenallee im Schlosspark gilt im schlecht erschlossenen Kasseler Nordwesten als unverzichtbare Straßenverbindung.

Um die Landesstraße eher wie einen historischen Parkweg wirken zu lassen, wurde die Tulpenallee von früher 7,50 bis acht Meter Breite auf nur noch 6,50 Meter Breite zurückgebaut. Zudem wurde die oberste Asphaltschicht beige eingefärbt.

Weil bei einem völligen Verzicht auf Leitpfosten, Fahrbahnmarkierungen und Verkehrsschilder sowie durchgehend Tempo 30 die Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit der Tulpenallee auf der Strecke geblieben wären, wurde ein Kompromiss zwischen Optik und Sicherheit gefunden. Leitpfosten und Schilder werden in den nächsten Tagen aufgestellt, auf Fahrbahnmarkierungen soll aber verzichtet werden. (ach)

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