14 Aktionstage

Über 1000 Besucher beim Klimacamp Kassel - Höhepunkt: Gespäch mit Leitung der documenta fifteen

„Klimacamp meets documenta“. Zum Abschluss gab es ein Gespräch mit der documenta-fifteen-Leitung. Am Stehtisch links Iswanto Hartono.
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„Klimacamp meets documenta“: Zum Abschluss gab es ein Gespräch mit der documenta-fifteen-Leitung. Am Stehtisch links Iswanto Hartono.

Eine Woche länger als ursprünglich geplant hat das Klimacamp Kassel auf dem Friedrichsplatz stattgefunden. Höhepunkt war ein Gespräch mit der künstlerischen Leitung der documenta fifteen.

Kassel - Jetzt sind 14 Aktionstage, zu denen verschiedene Gruppen von Kasseler Umwelt- und Klimaaktivisten eingeladen hatten, mit einem Veranstaltungshöhepunkt zu Ende gegangen: Vertreter des Künstlerkollektivs Ruangrupa, die künstlerische Leitung der documenta fifteen, hatten sich zur Diskussion auf dem Friedrichsplatz eingefunden.

Dabei berichteten die documenta-Macher aus Indonesien im Gespräch mit dem Publikum unter anderem davon, wie dramatisch sich der Klimawandel bereits in ihrer Heimat auswirke. „Wir haben auch darüber gesprochen, im nächsten documenta-Jahr gemeinsame Aktionen zu machen“, sagt Klimacamp-Sprecher Lukas Martin. Die zeitliche Verlängerung des Klimacamps habe noch einmal eine Menge mehr Interessierte in die Workshopzelte, an die Infostände und zu den Veranstaltungen wie Diskussionen und Konzerte gelockt, sodass die Veranstalter jetzt eine rundum positive Bilanz zogen.

Im Vorfeld dieses ersten großen Klimacamps in Kassel hatte es einen Konflikt mit dem städtischen Umwelt- und Gartenamt darüber gegeben, dass das Camp seine Zelte auf dem Friedrichsplatz und nicht an der Randstraße oder gar im Nordstadtpark aufbauen wollte.

Der Kampf um den Standort im Herzen der City habe sich aber gelohnt, so Martin, weil dadurch viel mehr Aufmerksamkeit entstanden sei. An den Infostand seien auf diese Weise auch viele Menschen gekommen, die sich sonst eher weniger mit Klimathemen auseinandersetzen. Unter den insgesamt über tausend Klimacamp-Besuchern waren auch 30 Schulklassen, die sich angemeldet hatten, um sich altersgerecht über Umweltthemen zu informieren.

Die zweite Klimacamp-Woche haben die Veranstalter als „Protestcamp“ verstanden, so Martin: „Es ging uns noch einmal darum, vor der Bundestagswahl unseren Forderungen nach mehr Konsequenz und Tempo beim Klimasschutz Nachdruck zu verleihen.“ Dabei wurden drei Forerdungen für Deutschland und drei für Kassel formuliert und auf einem Transparent öffentlich gemacht.

Für die Veranstalter steht fest, dass es nächstes Jahr eine Fortsetzung des Klimacamps Kassel geben wird. (Christina Hein)

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