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Über Hüte, Hocker und Handpuppen: Zahlreiche Besucher beim Kasseler Kunsthandwerkermarkt

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Von: Anna Weyh

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Ausstellerin beim 23. Kunsthandwerkermarkt in Kassel: Doris Ruppert aus Nordhessen entwirft und fertigt Filzhüte aus Merinowolle an.
Ausstellerin beim 23. Kunsthandwerkermarkt in Kassel: Doris Ruppert aus Nordhessen entwirft und fertigt Filzhüte aus Merinowolle an. © anna weyh

Der Kasseler Kunsthandwerkermarkt in der documenta-Halle war am zweiten Adventswochenende gut besucht.

Kassel – Holzhocker, Papierkunst und flauschige Handpuppen für Kinder sowie Schmuck, Textilien und Keramik-Arbeiten. Jeder der zahlreichen Besucher, die sich auf dem 23. Kasseler Kunsthandwerkermarkt tummelten, sollte am zweiten Adventswochenende in der documenta-Halle etwas nach seinem Geschmack gefunden haben. Denn beeindruckt zeigten sich die Kunsthandwerk-Fans aus Kassel und Umgebung vor allem von der Vielfalt der Gewerke und Künstler, die auch in diesem Jahr wieder auf dem Kunsthandwerkermarkt vertreten war.

Rund 90 Ausstellerinnen und Aussteller sind für den Markt aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich nach Kassel gekommen – unter ihnen sind aber auch einige heimische Künstler. Eine davon ist Doris Ruppert aus Edertal, einer Gemeinde im Landkreis Waldeck-Frankenberg. In ihrer nordhessischen Werkstatt entwirft, fertigt und verkauft sie Filzhüte aus Merinowolle. „Ich arbeite nur mit Rohwolle, damit wird gefilzt wie vor mehr als 1000 Jahren schon“, sagt die gelernte Weberin.

Sie ist schon seit vielen Jahren Teil des Kasseler Kunsthandwerkermarktes. „Und es gibt immer noch so viel zu entdecken“, schwärmt Doris Ruppert. Sie freue sich darüber, wie viele alte Handwerke auf dem Markt noch vertreten seien. „Diese Berufe kann man ja in der Form heute oft gar nicht mehr erlernen. Die Vielfalt leidet darunter. Hier gibt es das alles noch“, sagt die Künstlerin.

Auch die Kasseler Organisatorinnen des Kunsthandwerkermarkts, Christiane Weiß, Martina Heumann-Bayer und Evelyn Berndt-Rojo, sind zufrieden mit dem Markt und dem hohen Besucherandrang am Samstag und Sonntag. „Eine gute Mischung ist uns wichtig“, sagt Martina Heumann-Bayer.

Alle Ausstellerinnen und Aussteller müssen sich mit Fotos ihrer Arbeit bei dem Team bewerben und werden dann ausgewählt. „Wir wählen das mit Bedacht aus. Es soll persönlich sein“, sagt Christiane Weiß. Häufig treffe man immer wieder langjährige Bekannte auf dem Markt, gleichzeitig entstehen aber auch neue Freundschaften.

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