2500 Euro Belohnung ausgesetzt

Überfälle auf zwei Seniorinnen: Haben Räuber Schmuck verkauft?

Kassel. Die Ermittler der Kasseler Kripo hoffen, dass durch die nun ausgesetzte Belohnung weitere Hinweise auf die brutalen Räuber eingehen, die am Montag voriger Woche zwei Seniorinnen überfallen haben.

Die Staatsanwaltschaft hat am Freitag eine Belohnung von 2500 Euro ausgesetzt für Hinweise oder Beweismittel, die zur Ermittlung der Täter führen.

Außerdem hat die Polizei Fotos von den Schmuckstücken veröffentlicht, die dem 85-jährigen Opfer an der Unteren Königsstraße geraubt wurden. Möglicherweise ist der Schmuck in Goldankauf-Geschäften angeboten worden. „Die Täter haben es vermutlich auf das schnelle Geld abgesehen und die Beute womöglich noch in Kassel angeboten“, sagt Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch. Wäre das der Fall, könnten Personenbeschreibungen oder Videoaufzeichnungen der Händler, die die Ware ahnungslos gekauft haben, den Ermittlern einen entscheidenden Schritt weiterhelfen, sagt Jungnitsch.

Die Kasseler Fahnder vermuten, dass eine bis zu sechsköpfige rumänische Bande hinter den Überfällen steckt.

Wie berichtet, war am Montag. 15. Juli, zunächst eine 90-Jährige an der Brentanostraße (Fasanenhof) überfallen worden, kurz darauf wurde die 85-Jährige an der Unteren Königsstraße ausgeraubt. Wegen der Brutalität, mit der die Täter gegen die wehrlosen Opfer vorgingen, waren die Ermittler von Anfang an überzeugt, dass beide Fälle zusammenhängen.

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Durch einen übereinstimmenden genetischen Fingerabdruck (DNA) steht seit Anfang der Woche fest, dass einer der Kasseler Täter zwei Tage zuvor an einem Raubmord in Berlin beteiligt war. Eine 89-jährige Berlinerin war an den Folgen der brutalen Attacke gestorben, bei der die Täter 30 Euro erbeutet hatten. Am Berliner Tatort war auch der Fingerabdruck eines 24-jährigen Rumänen gefunden worden, gegen den ein Haftbefehl vorliegt. Er gehört offenbar ebenfalls zur rumänischen Bande. Ob er an den Kasseler Taten beteiligt war, ist noch nicht erwiesen. (rud)

Hinweise: Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. 05 61/91 00.

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