Einige Projekte in Arbeit, andere beginnen bald

Kasseler Baustellen: Welche schon da sind, welche jetzt kommen

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Die alten Gleise müssen raus: Im Kreuzungsbereich Teichstraße / Loßbergstraße in Kirchditmold werden bis Ende der Woche neue Straßenbahnschienen verlegt. Auch tiefe Bodenwellen in der Fahrbahn werden dabei beseitigt.

Kassel. In diesen Wochen müssen Verkehrsteilnehmer im Kasseler Stadtgebiet mit etlichen Baustellen leben. Einige Projekte sind schon in Arbeit, andere beginnen in Kürze und dauern noch eine ganze Weile an. Wir geben einen Überblick, wo Fahrer derzeit mit Behinderungen rechnen müssen.

Nach Beginn der Gleisbauarbeiten an der Kreuzung Loßbergstraße / Teichstraße in Kirchditmold hatten viele Autofahrer im Berufsverkehr einen stressigen Wochenstart. Fahrer klagen über eine unklare Verkehrslenkung, die Straßenverkehrsbehörde hält dagegen.

Baustelle an der Teichstraße

Am Montagmorgen seien „sehr viele Fahrer durch die umliegenden Wohngebiete geirrt“, beschreibt HNA-Leserin Heike Sandner ihre Erlebnisse auf dem Weg von Calden zu ihrem Kasseler Arbeitsplatz. An der Baustellenkreuzung habe sie „45 Minuten im Stau gestanden und konnte es nicht fassen, bei Erreichen der Baustelle ohne Umleitungsbeschilderung im Kreis geführt wieder an das Ende des Staus zu gelangen“. Die Fahrerin kritisiert, dass die Beschilderung unklar und eine Ampel im Kreuzungsbereich zu kurz geschaltet gewesen sei.

Die Pressestelle der Stadt hielt dem auf HNA-Anfrage entgegen: Eine erhebliche Anzahl von Fahrern habe die im Vorfeld aufgestellten großen Hinweistafeln auf die Sperrung der Teichstraße nicht beachtet. In Folge dessen seien viele Autos „direkt vor der Baustelle aufgetaucht, nach rechts in die Teichstraße abgebogen, haben hinter der Haltestelle Teichstraße gewendet und standen vor der Signalanlage, von der aus während der Dauer der Baustelle nur nach rechts in die Heßbergstraße abgebogen werden kann“.

Diese Ampel habe aber nur eine kurz bemessene Grünzeit, was für ihren Zweck eigentlich ausreiche, erläuterte Stadtsprecher Michael Schwab. Zwangsläufig sei es wegen der vielen Autos zu erheblichen Rückstaus gekommen.

Die Umprogrammierung einer solchen Ampelanlage sei aufwändig. Die Straßenverkehrsbehörde habe sich infolge der Staus am Montag entschlossen, die Ampel abzudecken, um einen zügigeren Verkehrsfluss zu erreichen. Das habe auch funktioniert, sagte Schwab. Die Stadt empfehle, die Kreuzung bis zum Bau-Abschluss Ende dieser Woche weiträumig zu umfahren.

Die KVG betonte nochmals, das Störungen im Busverkehr dort am Montag eine Folge der Baustelle gewesen seien und nicht der neuen Linienführung.

Verkehr soll am Katzensprung besser fließen

Der Katzensprung, also die Kreuzung Weserstraße/ Schützenstraße/ Kurt-Wolters-Straße, ist ein ewiges Nadelöhr. Vor allem auf der Kurt-Wolters-Straße gibt es regelmäßig lange Rückstaus, die teilweise bis zum Holländischen Platz reichen. Dies soll sich nun ändern. Denn die Kurt-Wolters-Straße wird im Kreuzungsbereich von drei auf vier Fahrspuren erweitert. 

Die in der vergangenen Woche begonnen Bauarbeiten laufen noch bis zum 8. April. Die Baustelle wurde in die Osterferien gelegt, weil dort traditionell weniger Verkehr herrscht. Die Stadt Kassel verspricht sich von dem Umbau eine deutliche Entlastung für Autofahrer. Denn künftig wird es zwei Spuren geben, die ausschließich für den Verkehr bestimmt sind, der geradeaus über die Kreuzung in Richtung Schützenstraße/ Hafenbrücke läuft. Für Rechts- und Linksabbieger gibt es künftig ebenfalls eine separate Abbiegespur. Zwei reine Geradeausspuren Bislang gibt es eine kombinierte Rechtsabbiege- und Geradeausspur, wodurch der Verkehrsfluss behindert wird. Denn Rechtsabbieger müssen zunächst die Fußgänger über die Weserstraße laufen lassen, bevor sie abbiegen können. Dadurch werden auch Autofahrer behindert, die eigentlich geradeaus über die Kreuzung in Richtung Hafenbrücke wollen. 

Um Platz zu schaffen für die weitere Fahrspur, wird der Grünstreifen auf der Kurt-Wolters-Straße auf einer Länge von 45 Metern verschmälert. Zudem mussten für die neue, 4,50 Meter breite Fahrspur drei Bäume gefällt werden, die aber wieder nachgepflanzt werden können – da der Grünstreifen noch breit genug ist. Wegen der Arbeiten ist der Linksabbieger aktuell gesperrt – es kommt deshalb zu Behinderungen. 310.000 Euro werden in das Bauprojekt investiert. Knapp die Hälfte trägt das Land.

Kanalbauarbeiten an der Sternbergstraße

Die Sternbergstraße in Wehlheiden ist weiterhin eine Dauerbaustelle. Noch bis Spätsommer sollen die Bauarbeiten im Abschnitt zwischen Graßweg und Robert-Laugs-Straße dauern. So lange bleibt die Straße in dem Bereich gesperrt. Wegen der Sperrung gibt es in der Wehlheider Siedlung rund um die Sternbergstraße mehr Verkehr durch Autofahrer, die den Bereich umfahren.

Bis Ende Juni soll der Kanalbau an der Sternbergstraße abgeschlossen sein, sagt der Sprecher von Kasselwasser. Der Termin wurde mehrfach verschoben – zunächst wegen Problemen mit alten Kanälen, nun nochmal um einen Monat wegen der langen Kälteperiode. Wenn die Kanalbauer fertig sind, folgen die Straßenbauarbeiten. Die Sternbergstraße ist seit jeher bei Autofahrern beleibt, die auf dieser Route das Wehlheider Kreuz (Kohlenstraße/ Schönfelder Straße/ Tischbeinstraße) meiden. Die Kosten für den zu sanierenden Abschnitt bis zur Ludwig-Mond-Straße schätzt das Straßenverkehrs- und Tiefbauamt auf 1,2 Mio. Euro.

Schönheitskur für die Wilhelmshöher Allee

Auch Nässe und Kälte halten die Bauarbeiter nicht davon ab, den zweiten Abschnitt der Sanierung der Wilhelmshöher Allee voranzutreiben. Im Herbst soll alles fertig sein. 1,9 Mio. Euro stehen dafür im Förderprogramm für „Weltkulturstätten“ zur Verfügung.

Fleißig: Bauarbeiter der Firma Rohde sind im Einsatz an der Wilhelmshöher Allee/Ecke Hupfeldstraße. Sie sanieren hier die Parkbuchten und Baumscheiben.

Straßensperrung beim Hallenbad Süd

Das teilte die Stadt Kassel mit. Die Arbeiten beginnen nach Ostern und sind in zwei Bauabschnitte unterteilt. Auf den Verkehr wird es folgende Auswirkungen geben:

Dienstag, 3. April, bis voraussichtlich Freitag, 4. Mai:

Die Heinrich-Plett-Straße wird zwischen der Hausnummer 86 bis zur Kreuzung Klosterwiese voll gesperrt. Eine gesonderte Umleitung wird nicht ausgeschildert. Die Heinrich-Plett-Straße, Obere Bornwiesenstraße sowie die Klosterwiese können bis zum Baufeld befahren werden.

Das Hallenbad Süd ist über die Obere Bornwiesenstraße und die Klosterwiese uneingeschränkt erreichbar – aus Richtung Heinrich-Plett-Straße während der Dauer dieses Bauabschnitts jedoch nicht.

Die KVG-Haltestellen Brückenhof Mitte, Hallenbad Süd und Wallensteinstraße werden während der Bauarbeiten nicht angefahren, die Buslinie wird über Brückenhofstraße sowie Korbacher Straße geführt.

Dort findet der erste Bauabschnitt statt:

 Montag, 7. Mai, bis voraussichtlich Sonntag, 15. Juli:

Der zweite Bauabschnitt betrifft dann die Obere Bornwiesenstraße von der Hausnummer 76 bis zur Einmündung Klosterwiese. Wenn dieser Abschnitt gesperrt ist, können die Heinrich-Plett-Straße sowie die Klosterwiese wieder uneingeschränkt befahren werden. Aus diesen Richtungen sowie auch über die Obere Bornwiesenstraße wird das Hallenbad Süd dann wieder erreichbar sein.

Die Buslinie fährt wieder wie gewohnt durch die Heinrich-Plett-Straße, wird jedoch dann über die Klosterwiese auf die Obere Bornwiesenstraße umgeleitet. Haltestellen entfallen während dieses Bauabschnitts nicht.

Während des gesamten Bauzeitraums können die Gehwege auch in den abgesperrten Bereichen genutzt werden. Es werde aber unter Umständen Einschränkungen bei der Überquerung der Fahrbahnen geben, teilt die städtische Straßenverkehrsbehörde mit.

Dort findet der zweite Bauabschnitt statt:

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